Sommer-Ökotour von Steffen Bilger im Zeichen von nachhaltiger Regionalentwicklung

By 26. September 2016Pressemitteilungen


Weissach/Vaihingen an der Enz: Ganz im Zeichen der nachhaltigen Standortsicherung durch integrierte Regionalentwicklung stand die diesjährige Sommertour von MdB Steffen Bilger, zugleich Bezirksvorsitzender der CDU Nordwürttemberg und Mitglied des Verkehrsausschusses sowie des parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung des Deutschen Bundestages.

Ziel der Ökotour – die bereits zum 8. Mal stattfand – war es, aktuelle Herausforderungen des Nachhaltigkeitsmanagements und erfolgreiche Projekte des Landschaftsmanagements und der landwirtschaftlichen Direktvermarktung vorzustellen. Eingeladen waren Vertreter aus der Kommunalpolitik, der Landschaftsplanung, des Naturschutzes und der Landwirtschaft sowie interessierte Bürger. Fachlich begleitet wurde die Exkursion von Claus-Peter Hutter, Präsident der Stiftung NatureLife-International (NLI) mit Sitz in Ludwigsburg. Dort startete auch die ganz im Sinne des Regionalgedankens kreisübergreifende Tour mit über 40 Teilnehmern. Erstes Ziel war Weissach im Landkreis Böblingen. Die Stadt mit dem Ortsteil Flacht wird ab 2017 zum Wahlkreis Ludwigsburg gehören. Grund ist die Neuregelung des Wahlkreiszuschnitts durch die Wahlkreisreform. In Weissach begrüßten Bürgermeister Daniel Töpfer und Daniela Rathe, Leiterin Politik und Außenbeziehung der Porsche AG, die Teilnehmer der Ökotour. Dass Wirtschaft und Umwelt kein Gegensatz sein müssen, erläuterte Dr. Carolyn Hutter, Leiterin der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit bei Porsche. Im Anschluss stand ein Bericht vom Umweltbeauftragten Christoph Warth über die landschaftsökologische Einbindung des Weissacher Porschegeländes auf dem Programm. Steffen Bilger brachte zum Ausdruck, dass man in der Region stolz darauf sein könne, Weltfirmen wie Porsche, Bosch, Daimler und Trumpf als Flaggschiff von Innovation und Wirtschaftsstärke zu beheimaten. „Diese Unternehmen setzen sich mit der Umweltvorsorge und dem Nachhaltigkeitsmanagement an die Spitze womit eine noch stärkere Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft erfolgt. Hierdurch bestehen beste Chancen, dass unsere Region trotz gestiegenen Wettbewerbs weltweit nicht abgehängt wird“, unterstrich Bilger, der allen Beteiligten für die Informationen und den Gedankenaustausch dankte.

Im Anschluss stand das Thema intakte Kulturlandschaft auf dem Programm. Die Gruppe traf Schäfer Karl Heinz Heck im Schafstall in Weissach. Der Schafstall wurde im Rahmen eines großangelegten Naturschutzprojekts errichtet. Schäfer Heck, der auch Vorsitzender der Regionalgruppe Baden Württemberg der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) ist,  betonte unter welchen Mühen heute die Schafbeweidung aufrechterhalten wird. Steffen Bilger machte deutlich, dass eine erlebnisreiche Kulturlandschaft nicht zum Nulltarif zu haben ist. Gerade die Schafbeweidung, welche durch die Wanderschäferei auch zur Biotopvernetzung beitrage, halte wertvolle Landschaften wie Trockenrasen und Heideflächen offen. Seitens des Landratsamtes konnten Regina Meier, Leiterin der Abteilung Landwirtschaft und Naturschutz und ihre Kollegin Brigitte Mürb-Trachte ausführen, dass die Landschaftspflege durch alte Nutzungsformen wie die Beweidung durch Schafe immer die erste Lösung darstellen, bevor künstlich gemäht wird.

Dritte und letzte Etappe der Tour war das Weingut Walz in Ensingen. Die Tochter des Hauses, Mara Walz, repräsentiert das Weinbaugebiet Württemberg gegenwärtig als Württembergische Weinkönigin, weshalb das Weingut weit über die Regionsgrenzen hinaus bekannt ist. Wie abhängig Weinbau und andere Bereiche der Landwirtschaft vom Verlauf der Witterung sind, erklärte Inhaber Bastian Walz. Jedes Jahr – und dies gilt für 2016 ganz besonders – sei für den Weinbau eine neue Herausforderung. Seit über 30 Jahren ist das aus einem gemischten Landwirtschaftsbetrieb hervorgegangene Weingut auf Rebsorten wie Riesling, Kerner, Müller Thurgau, Trollinger, Lemberger und andere Sorten spezialisiert. NatureLife-Präsident Claus-Peter Hutter würdigte den heimischen Weinbau als ein bedeutendes Aushängeschild von Region und Land, das dem Wirtschaftsstandort ein besonderes Alleinstellungsmerkmal verleihe. Steffen Bilger würdigte die Leistungen der Weingärtner, Landwirte, Obstwiesenbewirtschafter und Heimatpfleger als Basis der ökologischen Standortsicherung. Leider werde ihre Leistung oft verkannt. Dabei sprach er sich für faire Preise für die Erzeuger und mehr Anerkennung aus, da letztlich jeder Einzelne von den Leistungen und dem Engagement dieser Berufsgruppen und Verbände profitieren würde.

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