Staatssekretär Bilger begutachtet Förderprojekt



Von der Verwendung staatlicher Hilfen überzeugte sich der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger, bei einem Besuch der Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg. Sein Ministerium hatte im Februar dieses Jahres aus dem Programm “Saubere Luft” bundesweit 168 Projekte gefördert, darunter auch die Fahrzeuganschaffung der Diakonie. Der Förderscheck über 57.000 Euro floss in die Anschaffung von zehn E-Fahrzeugen ein. Damit will der in Ludwigsburg tätige Pflegedienst die gleiche Anzahl von Verbrennungsmotoren ersetzen. “Wenn die Autos in Betrieb sind, werden wir in unserer Einrichtung 35 Elektrofahrzeuge im Einsatz haben”, freute sich Verwaltungsleiterin Angelika Herrmann. Noch muss sie sich in Geduld üben. Bestellt hatte sie vor Jahresfrist. Doch die Hersteller können derzeit die Liefertermine nicht einhalten. Eine mehrmonatige Verzögerung muss sie bereits überbrücken.

Für den Stadtteil Neckarweihingen würden sogar sämtliche acht der dort für die Pflegetouren eingesetzten Fahrzeuge künftig Strom tanken. Möglich ist das, weil an der kürzlich neu bezogenen Pflegestation in der Schwarzwaldstraße Ladeanschlüsse installiert werden konnten. “Als Gebäudeeigentümer ist das unproblematisch. Diffiziler ist es dort, wo die Sozialstation in Mieträumen untergebracht ist”, so Herrmann. An fünf von sieben in Ludwigsburg ansässigen Pflegestationen setzt der Pflegedienst mittlerweile Elektrofahrzeuge und Pedelecs ein. An zwei Standorten fehle noch die Zustimmung der Gebäudeeigentümer zur Anbringung der Ladeinfrastruktur, bedauerte sie.

Der Staatssekretär ließ sich von den Neckarweihinger Teamleiterinnen Doris Kamprad und Bärbel Falkenecker die Einsatzplanung für die häusliche Versorgung zeigen. “Bei täglich zahlreichen Kurzstrecken ist der ambulante Dienst für den Einsatz der Elektromobilität prädestiniert”, befand Bilger. Er zeigte sich zuversichtlich, dass vom jetzt von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturpaket weitere Anreize zum Kauf batteriebetriebener Fahrzeuge ausgehen werden.

Die Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg ist auf Mobilität angewiesen. Trotz coronabedingter Einschränkungen wurde ein Großteil der fast 1.000 in Ludwigsburg lebenden Patientinnen und Patienten im üblichen Umfang zu Hause versorgt.

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