Parlamentarisches Patenschafts-Programm

Seit 1983 vergibt der Deutsche Bundestag im Rahmen des sogenannten “Parlamentarischen Patenschafts-Programmes” Stipendien für ein Austauschjahr in den USA an Schülerinnen und Schüler und junge Berufstätige. Das Patenschafts-Programm ist ein gemeinsames Programm des Deutschen Bundestages und des US-Congress. (» weitere Informationen)

Die Stuttgarter Zeitung veröffentlichte im November 2018 einen Beitrag über das Leben in den USA und die gesammelten Erfahrungen der Jugendbotschafterin Alina Wenger aus Korntal-Münchingen. » Hier geht es direkt zum Artikel

'Busy in den USA' - Abschlussbericht von Niklas Fischer

In den USA habe ich auch gelernt, was dort Business bedeutet. Nicht nur weil ich Ende Dezember von Robinson, Illinois nach Seattle, Washington gezogen bin und dort dann als “Leasing Agent” in einem Immobilienunternehmen gearbeitet habe, sondern auch, weil ich Einblicke in das Leben eines Kongressabgeordneten des US Kongresses bekommen habe.

Im November 2019 habe ich mich mit ein paar anderen Stipendiate, welche im selben Bezirk in Illinois wohnten mit dem US Kongressabgeordneten John Shimkus verabredet. Eine Stunde lang haben wir uns über aktuelle politische Themen unterhalten, konnten Fragen stellen und bekamen exklusive Einblicke in das Leben eines Kongressabgeordneten. Das war schon eine sehr besondere Situation.

Eingeladen wurden wir von John Shimkus in sein Regionalbüro in Effingham in Illinois. Nach langen, interessanten Gesprächen konnten wir dann noch Bilder mit Herrn Shimkus machen. Wir platzierten uns vor dem Gebäude, machten ein Gruppenbild und auch nette Einzelbilder. Eine kleine Überraschung war es, als ich eine Woche nach dem Treffen mit John Shimkus einen Brief des US Kongresses in dem Briefkasten meiner Gastfamilie vorfand. Ich öffnete den Brief und hielt plötzlich das beim Treffen gemachte Gruppenbild mit einem Autogramm und persönlichem Gruß in der Hand. Eine nette Geste von John Shimkus, die mir bis heute noch sehr viel bedeutet.

Doch das war noch nicht alles! Ein weiteres Mal haben ihn wir alle treffen können und zwar in der 1. März Woche in Washington DC. Dort fand nämlich das Zwischenseminar des 36. PPPs statt, welches uns zum Austausch der aktuellen Lebenssituation in den USA dienen sollte. Dort bekamen wir auch exklusive Einblicke in die deutsche Botschaft in Washington DC, in den US-Kongress, Museen und anderen Einrichtungen. An einem Tag der Woche haben wir dann die Möglichkeit bekommen unseren US-Kongress Abgeordneten zu treffen (für uns erneut). Wir ließen uns diese Chance nicht entgehen und terminierten einen weiteren Termin mit John Shimkus, um sich noch einmal austauschen zu können. Dieses Treffen fand dann in seinem Büro in Washington DC gegenüber vom US-Kongress statt. Auch dieses Treffen war sehr schön, vor allem auch deshalb, da wir noch Bilder am Schreibtisch von John Shimkus machen konnten und auch sehr private Fragen stellen durften. Unvergessliche Erlebnisse…!

Wie bereits erwähnt bin ich Ende Dezember dann nach Seattle, Washington umgezogen und habe dort nach Neujahr begonnen als “Leasing Agent” in einem Immobilienunternehmen zu arbeiten. Sehr schnell merkte ich, dass in den USA Gesetze im Business ganz anders sind, als in Deutschland. Auch das Verhalten der Mitarbeiter im Unternehmen untereinander, der technische Standard, die Arbeitsweise und viele weitere Dinge sind einfach anders.

Nach Arbeitsbeginn baute ich schnell Kontakt zu all meinen Kollegen auf, mit denen ich mich auch prompt gut verstand. Direkt nach einer Woche habe ich schon gemerkt, dass ich mich hier sehr wohl fühle und es wohl eine sehr schöne Arbeitszeit bis Ende Juni werden wird. Am Anfang habe ich mich erst einmal in das System und in die Standards eingearbeitet. Des weiteren habe ich mich über das US Mietrecht und allgemeine Grundlagen informiert, was des Business Immobilien in den USA betrifft, um genügend Hintergrundwissen zu haben im Kontakt mit Kunden und Geschäftspartnern. Ebenfalls musste ich mir in den ersten zwei wochen schnell viele wirtschaftliche Fachbegriffe in der englischen sprache aneignen, doch auch das war für mich kein Problem. Die Digitalisierung war deutlich fortgeschrittener als in den meisten deutschen Unternehmen, denn es wurde fast ausschließlich mit Handys, Tablets und PCs gearbeitet. Verhältnismäßig wurde sehr wenig Papier verwendet.

Nachdem ich mich eingearbeitet habe, habe ich dann auch recht schnell mit einem “Propertymanager” zusammen gearbeitet und mich um die Kunden gekümmert. Ich nahm die Aufgaben eines “Leasing Agents” ein, d.h. ich war zuständig für Organisation, Werbung, Terminierung, Besichtigungen, Verhandlungen usw. alles bis hin zur Vertragsunterschrift. Alles andere und Aufgaben drumherum und auch danach übernahm dann der jeweilige Propertymanager. Ich fühlte mich sehr wohl, auch mit dieser Verantwortung und fande somit sehr schnell großes Gefallen an meiner täglichen Tätigkeit.

Eines Tages freute ich mich sogar besonders auf den darauf folgenden Tag, da ich an diesem Tag besonders viele ansprechende Termine terminiert hatte. Doch als ich an diesem Morgen, am Donnerstag, den 12.03.20 aufwachte und auf mein Handy schaute verging mir meine Vorfreude auf den Tag schnell. Nach dem lesen von zwei e-mails, 150 Nachrichten in unserer Whatsappgruppe des PPPs und 2 SMS “verpasster Anruf” wurde mir ganz schlecht. Aufgrund des mittlerweile ausgebrochenen und immer schlimmer werdenden Corona Virus in der Welt wurde das Programm vorzeitig vom Bundestag offiziell abgebrochen. Es hieß in der e-mail, dass wir so schnell wie möglich unsere Sachen packen sollen, sowie alles kündigen und erledigen sollen, was wir eben zu tun haben, bevor wir das Land verlassen.

Nachdem meine Schockstarre besser wurde, rufte ich direkt erstmal meinen Kumpel in Minnesota an, welcher auch ein Teil des Programms war. Wir tauschten uns über die Situation aus und versuchten uns gegenseitig aufzubauen. Wir waren natürlich sehr schockiert und sehr traurig über diese Entscheidung, vor allem da wir überhaupt nicht damit gerechnet haben. Letztendlich blieb mir und allen anderen Teilnehmern jedoch nicht viel anderes übrig, als unsere Sachen zu packen und zu schauen, dass wir alles noch geregelt bekommen, bevor wir das Land verlassen müssen. Nach dem Telefonat ging ich natürlich trotzdem noch auf die Arbeit und teilte dort direkt den Mitarbeitern und meinen Chef die schlechten Nachrichten mit. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich jedoch noch nicht, wann der Flieger zurück nach Deutschland fliegt und ob ich von Seattle aus alleine heimfliege, oder ein Gruppenflug geplant war. Kurz später erfuhr ich jedoch dann endlich offiziell, dass ich am schon bevorstehenden kommenden Sonntag (das heißt in 3 Tagen) im Flieger Richtung Heimat sitzen werde. Von Seattle würde es erst einmal nach New York City gehen und dann wird umgestiegen in den Flieger mit dem Ziel Frankfurt.

Eines wurde mir in diesem Moment relativ schnell klar und zwar, dass mir also nicht viel Zeit bleibt, um all diese Dinge zu regeln, die ich vor Ausreise eben regeln muss, wie z.B. das Auto zu verkaufen, die Versicherung zu kündigen, mein Mietvertrag des Apartments, welches ich erworben hatte zu kündigen, mein Arbeitsvertrag zu kündigen und vieles mehr. Nach Rücksprache mit meinem Chef habe ich mich dazu entschieden, dass ich diesen Tag, trotz des Zeitdrucks noch normal zu Ende bringen möchte, d.h., dass ich alle Termine, die an diesem Tag bevorstehen noch wahrnehmen möchte. Grund für diese Entscheidung war, dass ich meinen letzten Arbeitstag noch vollständig genießen wollte. Ich genoss also noch die letzen Minuten und Stunden meines letzten Arbeitstages. Als kleinen Abschied gab es dann noch ein gemeinsames Pizza Mittagessen in der Geschäftsstelle auf Kosten der Firma.

Auch, wenn es der letzte Arbeitstag war versicherte ich meinen Kollegen, dass ich am nächsten Tag noch schnell vorbeikommen würde, um mich von allen zu verabschieden. Dann ging jedoch alles ganz schnell, denn die Uhr tickte. Ich packte meine Sachen, räumte mein Apartment aus, klärte die Situation mit meinen vielerlei Verträgen wie Mietvertrag und Versicherungen. Des weiteren buchte ich mir schnell ein Hotel für die Nacht von Samstag auf Sonntag am Flughafen in Seattle, um dann früh morgens bereit zu sein und ohne Probleme mit allen meinen Sachen in den Flieger steigen zu können. Der größte Aufwand war bei allem natürlich hauptsächlich das Ausräumen meines Apartments und das Packen. Man stellt sich immer alles so einfach vor, aber es hatten sich so vielerlei Dinge angesammelt über die letzten Monate, dass es gar nicht so einfach war all diese Dinge in den Koffern unterzubringen. Neue Klamotten, Gifts, Unterlagen, Erinnerungen und viele andere Dinge wollte ich natürlich sicher mit nach Deutschland nehmen. Trotz dieser unangenehmen Situation ließ ich mich nicht unterkriegen und “machte einfach mein Ding” und war dann endlich…leider… bereit für den Abflug. Meine Eltern und Freunde informierte ich natürlich auch über diese außergewöhnliche Situation. Meine Mama sicherte mir direkt zu, dass sie mich bei Ankunft am Montagmorgen, den 16. März in Frankfurt abholen würde.

Ja… und so ging dieses Abenteuer leider, aufgrund dieser ”Corona Pandemie”, wie sie mittlerweile genannt wurde relativ schnell, vorzeitig und ungeplant zu Ende. Es fühlte sich um ehrlich zu sein so ein bisschen an, wie ein unerwarteter Schlag ins Gesicht, denn man musste von 0 auf 100 einfach alles, was man sich aufgebaut hatte hinter sich lassen. Persönliche, schöne Verabschiedungen, wie man sie sich vielleicht am Ende eines solchen Jahres vorgestellt hat gab es eben nicht. Dafür war keine Zeit gegeben. Trotzdem muss ich sagen, dass es meiner Meinung nach die richtige Entscheidung war. Der Bundestag muss natürlich auch Verantwortung übernehmen in einer solchen Situation und das hat er letztendlich auch getan. Die Situation wurde immer schlimmer und spitzte sich in den USA, in Europa und auf der restlichen Welt zu. Der Bundestag und die Verantwortlichen des Programms haben also rechtzeitig reagiert und uns auch trotz all dieser Trauer “Gott sei Dank” rechtzeitig zurück nach Deutschland gebracht. Großes Dankeschön an dieser Stelle an alle beteiligten, die das organisiert und mit Bravour gemeistert haben. Auch wenn es ein trauriges, belastendes Ende hat, bin ich unendlich dankbar und sehr froh darüber, dass ich diese Chance gar erst überhaupt bekommen habe und dieses Programm somit zumindest zu einem großen Teil nutzen konnte. Ich habe zahlreiche unvergessliche Erlebnisse gehabt, viel Erfahrung gesammelt und das in allen verschiedenen Lebensbereichen wie der Arbeitswelt, der Sprache, sowie auch im Studium am College und im Alltag dort. Ich habe viele Kontakte geknüpft, mich viel mit Leuten ausgetauscht, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Somit konnte ich auch genau das Erreichen und Umsetzen, was ich mir – aber vor allem sich auch der Bundestag als Ziele des Programms vorgestellt hat. Auch wenn es nur eine verkürzte Zeit war werde ich diese unglaublich schöne Zeit in den USA niemals vergessen!

Es war für mich persönlich ganz klar die schönste, erfolgreichste, erlebnisreichste Zeit in meinem Leben. Feststehen tut für mich auch, dass ich sobald diese schlimme Zeit der Pandemie überstanden ist zeitnah in die USA zurückkehren werde, um weitere Entdeckungen machen zu können und meine geknüpften Kontakte zu besuchen (in welcher Form auch immer).

Autor Niklas Fischer, Teilnehmer am Parlamentarischen Patenschafts-Programm 2019/2020 – Text nicht redigiert

'Hawaii & more' - Abschlussbericht von Stefan Obermayer

Hawaii, ein neues zu Hause und meine frühe Abreise nach dem anstrengenden Programm in Washington D.C. habe ich eine Woche zu Hause in Summerville verbracht, bevor ich zum absoluten Highlight meines Jahres aufbrach: Ein Urlaub in Hawaii. Über eine Reiseorganisation ist es möglich, gemeinsam mit anderen Austauschschülern Trips zu verschiedenen Orten in den USA zu machen. Nach einem sehr langen Flug von Charleston nach Honolulu sind wir – eine Dänin und ich – in Hawaii gelandet und haben dort alte Freunde getroffen und Neue gefunden.

Insgesamt waren wir 51 Jugendliche, die ihr Jahr in den USA verbrachten und den exotischsten Staat genossen haben. Unser Hotel war in Waikiki, einem Vorort von Honolulu, der für seinen großen Sandstand bekannt ist. Das Programm war sehr interessant und ausgewogen: Den ersten Tag verbrachten wir komplett am Stand und machten eine Katamarantour, während wir am nächsten Tag an der Nordküste von Oahu die erste Surfstunde hatten und ein polynesisches Kulturcenter besuchten. Tag drei verbrachten wir an einem abgeschiedenen Privatstand im Osten der Insel und mit einer Stadttour durch Honolulu. Am vierten Tag wurde es ernster, da wir das Wrack der USS Arizona in Pearl Harbour besuchten, wo 1177 Soldaten beim japanischen Angriff 1941 ihr Leben verloren. Überlebende geben heute noch täglich Interviews im Hafen und werden heute im Wrack beerdigt, was mich sehr berührt hat, da meine Gasteltern beide in der Air Force gedient haben. Die letzten beiden Tage im Paradies haben wir noch mit einer Wanderung im Diamond Head (einem erloschenen Vulkan), schnorcheln in einem Korallenriff und weiteren Surfstunden verbracht. Leider war mein Urlaub nach einem letzten hawaiianischen Dinner schon wieder vorbei. Obwohl ich nur wenige der 51 Schüler vor dem Urlaub kannte, war der Abschied extrem schwer, da ich die meisten von ihnen wohl nie wiedersehen werde und wir sehr schnell Freunde wurden.

Wieder in South Carolina wurde das Leben wieder ernster, da sich abzeichnete, dass ich leider meine Gastfamilie wechseln werde. Zwar hatte ich sehr viel Glück mit meiner Familie in Summerville, aber es gab vermehrt Probleme mit der baptistischen Privatschule. Nach langem Suchen konnte ich nun auf eine öffentliche High School wechseln, was schon nach wenigen Tagen eine sehr gute Entscheidung war.

Meine neue Gastfamilie wohnte auf Daniel Island in Charleston und bestand aus einer deutschen Mutter, meinem Gastvater, der ein Auslandsjahr in Berlin verbracht hatte und einem gleichaltrigen Sohn. Nach der Schule hatte ich nun jeden Tag Track-Training und habe viel Zeit mit Freuden und meinem Gastbruder verbracht. Eine meiner Lieblingserinnerungen ist, als meine Familie für eine Feier ein Strandhaus gemietet hatte und wir den ganzen Tag zwischen Strand, Pool und Sportplatz verbringen konnten.

So schön die wenigen Wochen an der öffentlichen Schule waren, so kurz waren sie leider auch. Nachdem in Deutschland bereits die Schulen geschlossen wurden, wurde vom Department of State und vom Bundestag beschlossen das PPP 19/20 aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig zu beenden. Diese Information habe alle PPPler am 13. März erhalten, und ich hatte großes Glück, vier Tage später zu fliegen; so habe ich noch einen sicheren Flug gehabt und gleichzeitig genügend Zeit, mich zu verabschieden und die letzten Tage am Strand und im Center von Charleston zu verbringen und meine erste Gastfamilie nochmal zu sehen.

Insgesamt bin ich sehr froh, das Auslandsjahr absolviert zu haben, da ich sehr viel gelernt habe und Erfahrungen gemacht habe, die ich in Deutschland nie gemacht hätte. Ich habe zwei tolle Familien kennengelernt, coole Leute getroffen, schöne Orte gesehen und einen umfassenden Einblick in die amerikanische Kultur bekommen. Ich hoffe einige der Freunde und natürlich meine Familien in Zukunft wiederzusehen und empfehle jedem, der sich für ein Auslandsjahr interessiert, sich auf das PPP zu bewerben. Dabei muss natürlich auch klar sein, dass ein Auslandsjahr nicht einfach ist und sehr unterschiedlich verlaufen kann; aber es lohnt sich diesen Schritt zu wagen.

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei den Initiatoren des PPP bedanken, allen voran der Austauschorganisation AFS-Deutschland, beim Deutschen Bundestag und bei Steffen Bilger mit seinem Team, der mich für das Programm ausgewählt hat.

Autor Stefan Obermayer, Teilnehmer am Parlamentarischen Patenschafts-Programm 2019/2020 – Text nicht redigiert

'Von Halloween bis Silvester - Festtage in den USA' - zweiter Erfahrungs- und Reisebericht aus den USA von Niklas Fischer

Halloween ist etwas ganz besonderes in den USA und wird teilweise so groß gefeiert wie andere Feste z.B. Ostern oder Weihnachten. Ich durfte die einmalige Erfahrung haben und Halloween in den USA live miterleben. Während in Deutschland Halloween immer weniger gefeiert wird, wird es in den USA umso größer. Schon einige Wochen vor Halloween kann man überall, wo man hinkommt Halloween Kostüme sehen und andere Dekorationen kaufen. In jedem Laden und an jeder Ecke.

Das Haus schmücken und mit Kürbissen, Hexen, Fledermäusen, Gespenstern und anderen klassischen Halloween Figuren und Symbolen zu verschönern ist das “A und O” im Herbst Rund um das anstehende Halloween am 31. Oktober. In jeder Straße und an jedem Haus findet man Kürbisse und andere genannte Halloween Dekorationsartikel. Um alles so schön dekoriert zu bekommen geben die Amerikaner hunderte von Dollars jedes Jahr aus. Wer nicht mitmacht fällt auf und bekommt spätestens in der Nacht des 31. eine Bestrafung.

Eine große Tradition ist das Kürbisschnitzen. Nicht nur Kinder, sondern auch jung und alt setzen sich zusammen und schnitzen bereits Tage und Wochen vor der offiziellen Nacht von Halloween fleißig Kürbisse, welche anschließend klassisch vor die Haustüre gestellt werden und mit einer Kerze von innen beleuchtet werden. Ich persönlich habe mit all den anderen Internationalen Studenten zweier Colleges meinen eigenen Kürbis geschnitzt, welchen ich dann stolz vor die Haustüre meiner Gastfamilie stellen durfte.

Halloween selbst, am 31. Oktober habe ich mit all den anderen Studenten des Colleges in Robinson direkt im College gefeiert. Unser College organisiert jedes Jahr ein riesiges Halloween Event und dekoriert die ganze Schule, um dann die ganze kleine Stadt einzuladen. Des Weiteren werden über 50 Stände entlang der Flure aufgebaut, welche von unterschiedlichen College Kursen, Unternehmen, Familien, etc. an diesem Tag vertreten werden. An diesen Ständen, welche alle ein unterschiedliches Motto haben (von Superhelden bis Hexen und Geistern) werden Süßigkeiten an die tausenden Kindern ausgegeben, welche durch die Schulgänge von Stand zu Stand spazieren. “Trick or Treat?” auf deutsch “Süßes oder Saures” muss es heißen, damit man seinen Beutel evtl. befüllt bekommt. Wir Internationalen am College hatten unseren eigenen Stand mit dem Motto Superhelden. Ich habe mir entsprechend meinen Lieblingshelden Batman ausgesucht und mich passend verkleidet. Es war ein großer Spaß all die verkleideten Menschen und Kinder zu sehen und gemeinsam mal so richtig Halloween zu feiern. Die Größe und das Ausmaß ist unbeschreiblich. Niemand kann sich vorstellen wie das alles ist, wenn man es nicht selbst erlebt hat und live dabei war.

Auch die sogenannten “haunted houses” sind eine riesen Sache in USA. Gebäude für die man ein paar Dollar bezahlt um innen gegruselt und erschreckt zu werden (von echten Menschen!!). Ganze Parcours werden innen aufgebaut welchen man folgen muss, um dann von Null auf hundert an einer bestimmten Stelle einen halben Herzinfarkt zu bekommen. Ein super Spaß für Horror Liebhaber wie mich! Und für alle anderen naja.. wortwörtlich der Horror. Alles findet natürlich hauptsächlich im dunkeln oder halbdunkeln statt. Jeder kann sich vorstellen wie viel Geld reingesteckt wird, um solche Häuser zu errichten und auszustatten. Teilweise sah es in diesen Häusern aus wie in einem Filmstudio für einen echten Horrorfilm. Unbeschreiblich cool! Halloween in den USA einfach ein weiteres unvergessliches Erlebnis.

Thanksgiving ist in den Vereinigten Staaten von Amerika ein ganz besonderes Event. Es ist in Wirklichkeit fast tatsächlich so, wie man es sich immer vorstellt und aus den Filmen kennt. An Thanksgiving kommt die ganze Familie zusammen. Jeder bringt etwas zu Essen mit und die bekannte Hauptspeise ist natürlich der Truthahn. Das Besondere am Thanksgiving ist, dass es ein sehr schöner ruhiger Familientag ist und man gemeinsam der Ernte dankt (Erntedankfest). Thanksgiving ist ein glücklicher Festtag, jedoch anders als Weihnachten oder Ostern gibt es keine Geschenke oder dergleichen. Das größte Geschenk ist das Essen, wofür jeder dankbar ist.

Auch ich habe in Amerika die Erfahrung gehabt, gemeinsam mit einer Familie Thanksgiving zu feiern, was eine sehr schöne Erfahrung war, da ein Austausch der ganzen Familie stattfindet, man schöne Gespräche findet, gemeinsam gemütlich isst und den Tag genießt. Tatsächlich ist es so, dass die Familie sich meistens schon morgens zusammen trifft, um anschließend den ganzen Tag über zu essen, trinken, spielen und Spaß zu haben. Ein gleichaltriger Tag in Deutschland gibt es meiner Meinung nach nicht. Somit habe diese Erfahrung sehr genossen und bin froh, dass ich ein Teil dieses Festes sein durfte.

Weihnachten ist in den Vereinigten Staaten von Amerika etwas anders als in Deutschland, es gibt jedoch auch einige Gemeinsamkeiten. Zu den Gemeinsamkeiten zählt auf jeden fall, dass man schon sehr früh in den Läden Weihnachtsgebäck, Weihnachtsartikel, Dekorationen und ähnliches kaufen kann. Die Meinungen ob gut oder schlecht gehen dabei jedoch weit auseinander, denn für viele Amerikaner ist es so, dass vor Thanksgiving nicht an Weihnachten gedacht werden sollte. Für viele andere ist es jedoch so, dass sie am liebsten hätten, dass Weihnachten das ganze Jahr über stattfindet. Somit freut sich dieser Teil umso mehr darüber, umso früher es weihnachtlich wird. Sobald es auf die Weihnachtszeit zugeht findet man in jeder Straße und an jedem Haus irgendwelche Lichterketten, Weihnachtsfiguren, Kerzen oder andere Dinge, die mit Weihnachten in Verbindung gebracht werden. Diese Tradition kann man zwar auch in Deutschland finden, aber lange nicht in dem Ausmaß wie ich jetzt in den USA erlebt habe. Riesige Weihnachtsmänner, Schneemänner oder Wichtel kann man in Form von aufblasbaren Figuren oder ähnlichem überall erhalten. Diese stellt man sich dann in seinen Garten, um zu zeigen, dass man bereit für Weihnachten ist und sich vor allem natürlich auf den Sinn des Festes, die Geburt Jesus Christi freut. Auch interessant zu erfahren war, dass die Amerikaner oder zumindest die meisten Amerikaner kein Adventskalender haben, wie wir es in Europa eigentlich klassisch kennen. Dafür sehr beliebt in Amerika ist das sogenannte Lebkuchenhäuser bauen, wie man es auch des öfteren aus dem TV kennt. Ebenfalls eine weitere große Tradition ist, dass man in vielen Orten, gerade in der Adventszeit sogenannte “christmas lights trails” findet, welche sich meist in den Stadtparks befinden. Die Stadt oder Gemeinde schmückt den kompletten Park entlang der Straße oder dem Weg, welcher durch den Park führt mit vielerlei verschiedene Lichterketten, Weihnachtsfiguren, Lichterbögen und vieles mehr. Mit dem Auto fährt man dann durch den Park unter den Lichterbögen hindurch, entlang der geschmückten Strecke und bewundert die vielen Lichter und Dekorationen.

Nikolaus feiern die Amerikaner jedoch nicht. Viele Menschen kannten es auch nicht wirklich, nach dem ich mehrmals nachgefragt habe. Entsprechend der Situation habe ich meiner Familie und meinen amerikanischen Freunden unsere Kultur in Europa bzw Deutschland nahe gebracht und alles detailiert erklärt. Hauptthema war natürlich was es sich mit St. Nikolaus auf sich hat und wie wir traditionell Weihnachten feiern. Somit haben sich sehr interessante angenehme Gespräch entwickelt, welche teilweise ganze Abende füllten.

Silvester habe ich mit 18 anderen PPP-Teilnehmern zusammen in Las Vegas gefeiert, was wir eigenständig geplant hatten. Nachdem ich nach Weihnachten von Robinson, Illinois nach Seattle umgezogen war, bin ich dann anschließend direkt weiter gereist, um am 28. Dezember schon in Las Vegas zu sein. Dort verbrachte ich dann mit den anderen Teilnehmern und Freunden etwas Zeit, um dann letztendlich dem großen Finale am 31.12 entgegen zu fiebern. Es war ein unglaublich schönes, unbeschreibliches Erlebnis mitten in Las Vegas in der Silvesternacht vor dem berühmten Hotel Bellagio zu stehen mit Blick auf den kleinen Eiffelturm und all den andere beeindruckenden Gebäuden. Das Highlight war natürlich mit den tausenden anderen Leuten aus der ganzen Welt den Countdown runter zu zählen, um dann gemeinsam das neue Jahr 2020 zu feiern. Ein schöneres Silvester kann man sich glaube ich fast nicht vorstellen.

Im neuen Jahr ging es jedoch dann bereits direkt zurück nach Seattle, um mich rechtzeitig auf den zweiten Teil des Jahres, die Arbeitsweise vorbereiten zu können, welche schon bald startete.

Autor Niklas Fischer, Teilnehmer am Parlamentarischen Patenschafts-Programm 2019/2020 – Text nicht redigiert

'Impressions' - zweiter Erfahrungs- und Reisebericht aus den USA von Stefan Obermayer

Seit ziemlich genau 5 Monaten bin ich nun schon in den Vereinigten Staaten und habe viel neue Eindrücke und Erfahrungen gewonnen. Halloween wird in den USA anders gefeiert wie in Deutschland und ist vor allem in meiner Familie ein sehr großes Fest. Unser Haus war, wie viele andre Häuser in der Nachbarschaft, sehr stark mit Zombies Grabsteinen und Geistern dekoriert. Mit meinem Gastbruder bin ich in dem Viertel gelaufen und wir haben Unmengen an Süßigkeiten gesammelt.

Mit meiner Kunstklasse habe ich an einem Weihnachtswettbewerb teilgenommen und den zweiten Platz in ganz South Carolina erreicht. Mit der Lehrerin und einigen Mitschülern wurden wir zur Preisverleihung nach James’ Island zum Festival of Lights eingeladen. Dort sin jeden Winter übergroße Statuen und Kunstwerke aus Lichtern und Lampen ausgestellt.

Kurz darauf folgte dann auch der wichtigste amerikanisch Feiertag überhaupt: Thanksgiving. Mit diesem Fest danken US-Amerikaner Ureinwohnern, ohne die die ersten Siedler die strengen nordamerikanischen Winter wohl nicht überlebt hätten. Traditionell wird an Thanksgiving Truthan gegessen; zubereitet ausnahmsweise von meinem Gastvater. Genauso traditionell wie das Essen ist auch das Black-Friday-Shopping an Thanksgiving in allen größeren Läden und unglaublich langen Schlangen.

Auch wenn South Carolina ungefähr auf der Höhe von Marokko liegt, sind die Temperaturen so kalt wie in Ludwigsburg. Dieses Jahr war der Winter extremer und es konnte passieren, dass es an einem Tag 75°F hatte, am Nächsten Tag aber nur noch 40° F. (75°F entsprechen ca 23°C, 40°F ca 5°C). Mit amerikanischen Maßeinheiten werde ich wohl nie ganz klarkommen.

Weihnachten ging in meiner Familie ein wenig unter, da leider der Onkel meiner Gastmutter starb und sie nach New York State reisen musste. Trotzdem hatten wir ein schönes Fest. Weihnachten wird in den USA am 25. Dezember gefeiert und Geschenke werden morgens nach dem Aufstehen ausgepackt. Meine Eltern in Deutschland haben uns einen selbstgemachten Adventskalender geschickt, den wir uns untereinander teilten.

Gestern bin ich von meinem CIVED-Workshop in Washington D.C. heimgekommen und hatte dort eine der besten Wochen meines Lebens. Dieser Workshop ist verpflichtet für alle CBYX-/PPP-Schüler. Neben Führungen im Kapitol, dem Supreme Court und der Libary of Congress, habe ich auch je ein Gespräch mit den Mitarbeitern der Abgeordneten für South Carolina in den angrenzenden 6 Bürogebäuden gehabet. Repräsentant Joe Cunningham ist der Abgeordnete des Wahlbezirk 1, und damit direkt verantwortlich für die Interessen meiner Familie und der Städte. Lindsey Graham ist Senior Senator aus South Carolina und Vorsitzender des Justizausschusses, der gerade das Amtsenthebungsverfahren leitet und im Kulturausschuss auch mit für das CBYX-Programm verantwortlich ist.

Am nächsten Tag durfte ich das Department of State besuchen und mit echten Diplomaten an einer Simulation einer Krisensituation teilnehmen. Die diplomatische Arbeit war sehr interessant und eines der Highlights der Woche. Abgesehen davon hat es natürlich auch sehr viel Spaß gemacht, meine Freunde aus Deutschland in D.C. wiederzusehen und neue Freunde kennen zu lernen.

Mit meiner Gastfamilie habe ich einige Ausflüge unternommen, die wir häufig mit den Schwimmturnieren meines Gastbruders verbinden, wie beispielsweise nach Caro Winds in einen Freizeitpark oder gestern für 2 Tage nach Myrtle Beach, einer Küstenstadt drei Stunden weg von zu meiner Heimatstadt. Nach dieser Woche Schule werde ich mit anderen Austauschschülern und Freunden eine Woche Urlaub in Hawaii machen und freue mich schon riesig auf den Auslug. Der Flug wird gute 12 Stunden dauern, aber hoffentlich jede Minute wert sein..

Autor Stefan Obermayer, Teilnehmer am Parlamentarischen Patenschafts-Programm 2019/2020 – Text nicht redigiert

'Welcome to America' - erster Erfahrungs- und Reisebericht aus den USA von Stefan Obermayer

Seit zwei Monaten bin ich jetzt schon hier in South Carolina und fühle mich mit der Zeit schon recht wohl, obwohl alles noch sehr ungewohnt ist.

Meine erste Woche lief nicht so wie geplant, weil ich zeitgleich mit der Warnung vor Hurrikan Dorian angekommen bin und alle Läden und Schulen für eine Woche geschlossen waren. Mit einer Woche Verspätung konnte ich dann mit dem Besuch einer Privatschule anfangen. Da die Schule nur rund 200 Schüler hat, kenne ich die meisten davon zumindest vom Sehen, aber der Unterschied zum TG in Deutschland ist groß. Meine Fächer sind Englisch, Algebra, Physik, Kunst, Spanisch und, für Amerika ungewöhnlich, Religion.

Der größte Unterschied zu einer Deutsch Schule ist das Schulleben: Ich verbringe jeden Tag von 8 bis 15 Uhr im Unterricht und danach noch 2 Stunden Training. Häufig gibt es abends noch Volleyball- oder Footballspiele, bei denen ich meine Klassenkameraden treffen kann. Außerdem ist ein großer Teil der Verwaltung digital, wie beispielsweise mein Spanischunterricht mit Videos und die Push-up-Nachrichten auf meinem Handy, sobald mein Lehrer eine Arbeit korrigiert hat. Die Schüler hier müssen fast wöchentlich zwei Tests schreiben, aber dafür viel weniger große Arbeiten wie in Deutschland.

Obwohl ich sehr viel Zeit in der Schule verbringe, habe ich mit meiner Gastfamilie schon ein paar Ausflüge gemacht, zum Beispiel an den Strand, nach North Carolina in einen Freizeitpark und zu einem Halloweenfestival in der Nähe. Und zum „Oktoberfest“ in Summerville, SC. Ich wohne bei einem jungen Paar (beide 35) und ihrem 13-jährigen Sohn und drei Hunden in einer typischen amerikanischen Siedlung. Mein Hostdad arbeitet als Supervisor im Hafen von Charleston und meine Hostmum bei der YMCA, wo ich meine Sozialstunden für das Stipendium arbeite.

Zwei Wochen nach meiner Ankunft habe ich gemeinsam mit den anderen AFS- Austauschschülern ein Wochenende in Lexington verbracht, um gemeinsam über unsere ersten Erfahrungen zu sprechen und einander kennen zu lernen. Schon jetzt gehören einige der anderen Deutschen, Dänen und Spaniern zu meinen Freunden und Anfang Oktober habe ich mit ein paar davon Fort Sumter in Charleston besucht, wo die erste Schlacht des Amerikanischen Bürgerkriegs stattfand. Gemeinsam mit den anderen PPP-Stipendiaten werde ich auch in Januar zu einem Workshop in Washington DC fahren.

Mit den meisten alltäglichen Situationen komme in der Zwischenzeit gut klar, obwohl ich immer noch keinen Plan von Meilen und Fahrenheit habe und die Sprachbarriere immer für lustige Momente sorgt. Beeindruckt bin ich von den Großen Supermärkten wie Walmart, wo man Fahrräder und Möbel neben Cornflakes, Pasta und Aspirin kaufen kann.

Das Essen hier ist sehr viel fettiger und ungesünder als in Deutschland und obwohl meine Familie noch relativ gesund lebt, bestellen wir mindestens einmal in der Woche Pizza, Burger oder Chicken bei Mario, Sonic oder Chick-fil-a. Auf dem Weg zu meiner Schule (20 min) komme ich alleine an drei McDonalds, zwei Sonics, 1Canes und zwei KFCs vorbei, die selbst morgens gut besucht sind. Auch der Umgang mit Gebrauchsgegenständen ist anders, beispielsweise unglaublich viele Tüten beim Einkauf oder Pappteller und Plastikbesteck beim Essen zu Hause, damit niemand abspülen muss.

In wenigen Tagen ist Halloween, ein sehr großer Tag in den USA. Meine Familie hat bereits den ganzen Hof mit lebensechten Skeletten, Grabsteinen und Nebelmaschinen zugestellt, dass vorbeifahrende Autos anhalten und unser hounted house fotografieren.

Autor Stefan Obermayer, Teilnehmer am Parlamentarischen Patenschafts-Programm 2019/2020 – Text nicht redigiert

'Das Abenteuer beginnt ...' - erster Erfahrungs- und Reisebericht aus den USA von Niklas Fischer

Dieser Bericht ist aus meiner eigenen Sichtweise geschrieben. Er enthält eigene Meinungen, eigene Erfahrungen und Beobachtungen, welche von mir so repräsentiert werden, wie ich sie erlebt oder empfunden habe, ohne jemanden damit zu nahe kommen zu wollen.

Das Abenteuer beginnt

Mittlerweile sind es fast zwei Monate her, als ich am 06. August von Frankfurt gemeinsam mit den anderen Teilnehmern des 36. PPP`s zuerst nach New York gereist bin. Wenn ich ehrlich bin kommt es mir so vor als wäre es gestern gewesen…das erste Mal den US Boden berührt und das auch noch in New York …

… und genauso sehen auch meine Erinnerungen aus. New York war eine unglaubliche Erfahrung und ein „mega“ Abenteuer. Für mich, meine Gewohnheiten und meinen Körper aber auch gleichzeitig eine Herausforderung. Zeitverschiebung, die Größe der Metropole, tausende neue Eindrücke, eine neue Sprache, neue Kultur und viele neue Menschen… all das wirkte auf mich ein. Die Mischung aus all dem fühlte sich jedoch unglaublich gut an.

In New York hatten wir für drei Tage jeden Tag ein festes Programm, welches von “Cultural Vistas” (der US Organisation vom PPP) geplant wurde. Dieses Programm fand im State Departement von New York in einen Seminarraum statt. In diesem wurden wir täglich für ein paar Stunden über die wichtigsten Themen, was das Jahr und vor allem dem Start des Jahres betrifft aufgeklärt. Ebenfalls erhielten wir dort unsere Unterlagen zur jeweiligen weiterreise zum festen Platzierungsort. Nach dem festen Programm war selbstverständlich Sightseeing angesagt! Vom Empire State Building bis zur Freiheitsstatue habe ich mit den anderen Teilnehmern so gut wie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten begutachten können. Währenddessen entstanden durchaus bereits die ein oder anderen Herausforderungen, wie zum Beispiel die Orientierung in der Stadt zu behalten, der Kauf von den richtigen U-Bahn Tickets, die erste Essensbestellung, verstehen und lesen von Schildern, Ampeln, Regeln und Sicherheitshinweisen und vieles mehr.

Nach drei wunderschönen Tagen in New York ging es dann jedoch letztendlich weiter zum Platzierungsort. Für mich ging es mit zwei, drei anderen Teilnehmern ganz entspannt am 09. August um die Mittagszeit weiter zu einer der Flughafen in New York. Bereits jetzt Begann ein weiteres Abenteuer durch das, dass das für uns gebuchte Shuttle über 30 Minuten Verspätung hatte und dann auch noch im Stau von New York stand. Aus einer entspannten weiterreise wurde Stress und ein unglaubliches Abenteuer. Von den vorhandenen Stunden, welche wir eigentlich Zeit hatten wurden plötzlich Minuten! Ein weiterer Stau, welcher die Flughafen Shuttles komplett aus dem Konzept brachte und eine meterlange Schlange bei der Gepäckabgabe und dem Sicherheitscheck sorgte dafür, dass wir (eine andere Teilnehmerin, die den gleichen Flug nahm und ich) durch den Flughafen rannten und versuchten unseren Flug, der in 5min fliegt noch zu bekommen. Wir schafften es zum Glück, auf Grund der Verspätung der Maschine. Doch das Abenteuer war noch nicht vorbei, denn nach dem Boarding stand die Maschine noch eineinhalb Stunden aus unbekannten Gründen einfach so auf dem Rollfeld herum… und wenn man einen Anschlussfug hat ist das natürlich äußerst problematisch. Mehr oder weniger war nun auf jeden Fall klar, wir würden unseren Anschlussflug verpassen und müssen eine Nacht in Atlanta verbringen. Wie durch ein Wunder, durch eine weitere Verspätung des Anschlussfluges und einer kürzeren Flugzeit, bekamen wir gerade noch so unseren Anschlussflug. Aber wie? Wie „zwei Irre“ sind wir im größten Flughafen der Welt von Schild zu Schild gerannt und hinein in den Zug gesprungen, welcher uns zum anderen Terminal bringt. Angekommen am Gate waren sie schon dabei die Türen zu schließen, die netten Mitarbeiter ließen uns aber Gott sei Dank noch ganz schnell in das Flugzeug steigen. In Evansville, Indiana angekommen wartete dann schon der nette Busfahrer unseres Colleges, welcher mich abholte, da meine Familie auf Grund von Krankheit nicht in der Lage war mich einzusammeln. Anschließend fuhren wir zu meinem neuen zu Hause nach Robinson in Illinois. Nun ein paar Eindrücke, Erfahrungen und Beobachtungen, welche ich bereits sammeln konnte in verschiedenen Themenbereichen.

Politik in Amerika

Also wenn ich ehrlich bin haben die Amerikaner hier in meiner Region nicht wirklich viel tiefes Wissen von Politik, zumindest setzten sie sich kaum damit auseinander. Weder Nachrichten, noch die Zeitung wird groß gelesen. Auf Fragen, welche sich für mich ergeben hatten konnte nur beschränkt, wenn überhaupt geantwortet werden. Was ebenfalls interessant ist, dass viele hier jedoch eher unzufrieden mit der aktuellen Politischen Lage in den USA sind, als auch der Welt. Ich konnte schon mehrere Menschen beobachten, welche mit T-Shirts, Sticker oder ähnlichem repräsentierten, dass sie die Politik, wie sie unter Barack Obama geführt wurde vermissen oder die aktuelle Politik kritisieren.

Über Deutschland, allgemein Europa oder der Europäischen Union wissen die Einheimischen hier nicht viel – egal ob es um Politik, unser alltägliches Leben oder die Medien geht. Weder europäische und vor allem bekannte deutsche internationale Marken, noch Stars und Politiker konnten von den meisten zugeordnet werden. Jedoch wurde ich auch von einigen Bekanntschaften bereits mehrmals gefragt, was ich denn von Angela Merkel, der EU oder unserem Sozialsystem halte. Auch geschichtliche Fragen kamen auf, welche den 2. Weltkrieg, Adolf Hitler, den Wiederaufbau, die Mauer und den Mauerfall, die Gründung der EU sowie das Wirtschaftswunder betrafen. Somit haben sich schon einige Interessante Gespräche entwickelt und ein Austausch stattgefunden. Auch ich habe natürlich einige Fragen für mich persönlich klären können, die mich schon immer aus der Sichtweise eines US-Staatsbürgers interessiert haben.

Was hier in den USA auf jeden Fall ein sehr großer Unterschied zu Deutschland ist, ist der Patriotismus. Egal wohin man schaut, wohin man geht überall ist die USA Flagge zu finden. In manchen Orten nahezu an jeder Laterne, an jedem Haus, in jedem Raum und in jeder Einrichtung. Des Weiteren kommt im Radio auf manchen Sender regelmäßig zu jeder vollen Stunde die Nationalhymne. Es werden Servietten, Pappteller, Kissen, Handtücher und vieles mehr mit dem Aufdruck der USA Flagge verwendet. Und man merkt es den Leuten auch an in Gesprächen, gerade im politischen Bereich, dass sie unfassbar stolz auf ihr Land sind und darauf Amerikaner zu sein. Was sich bei uns in Deutschland die meisten nicht trauen, oder auf Grund unserer Vergangenheit oft verrufen wird, ist hier völlig normal. Es interessiert hier keinen was die USA für eine Vergangenheit hatte, man ist stolz auf das Land im hier und jetzt.

Alltägliches Leben (Ernährung, College, Umwelt, Glaube, Verhaltensweisen, …)

Das alltägliche Leben ist hier auf jeden Fall in vielen Bereichen etwas anders, als bei uns in Deutschland. Ob der Einkauf im Supermarkt, das College oder Verhaltensweisen in verschiedenen Situationen… da gibt es so einiges, was einem direkt auffällt. Ich beginne mal mit dem Einkaufen. Anders als in Deutschland überlegt man meist nicht lange zu welchem Supermarkt man geht, denn der so wohlbekannte Walmart ist hier so etwas wie „der beste Freund“ der Amerikaner. Im Walmart kann man alles kaufen, was das Herz begehrt, anders als in Deutschland bekommt man in diesen einem Laden so gut wie alles. Von Lebensmitteln, über Medikamente, Drogerieartikel, Sportausrüstungen, Spielsachen, Outdoorartikel, Waffen, Möbel, Klamotten…und vieles mehr. Für uns Deutsche, auf Grund der vielen verschiedene Läden ist das fast unvorstellbar einfach in einen Laden zu gehen und am Ende in jedem Lebensbereich ausgerüstet zu sein. Somit ist das natürlich für mich eine tolle Erfahrung. Mit was man direkt als erstes konfrontiert wird, sind die Maßeinheiten, welche anders sind, als bei uns in Deutschland. Egal ob im Supermarkt, beim Tanken oder beim Lesen einer Karte… die Auswirkung der unterschiedlichen Einheiten sind enorm und somit für mich in vielen kurzen Momenten eine große Herausforderung.

Was einem sofort auffällt sind die übergroßen Verpackungen, welche die Amerikaner haben. Ob Nahrungsmittel, Drogerieartikel oder Sonstiges – man bekommt tatsächlich alles in (für uns Deutsche) übergroßen Verpackungen. Kleine (für uns normale Größen) sind hier um einiges teurer, wenn überhaupt verfügbar. Was bei uns in Europa schon längst ein wichtiges großes Thema ist, ist hier noch nicht wirklich angekommen – Umweltschutz. Kostenlose Plastiktüten, Plastikbecher, Plastikteller, Pappteller, Dosen, allgemein viele Plastikverpackungen, Einweg Artikel, … werden hier in Massen Alltäglich ganz normal verwendet. Für mich Umweltbewusster Deutscher tatsächlich „ein Dorn im Auge“, wie man so schön sagt. Auch Dinge, wie das Auto Minuten über Minuten laufen lassen und währenddessen mit Freunden reden, in den nächsten Store springen oder in der Raststätte auf die Toilette gehen sind hier völlig normale Handlungen.

Des Weiteren auch sehr interessant zu beobachten, ist, dass die Einheimischen hier sehr, sehr auf künstliche Gerüche stehen. Alles was natürlich riecht wurde mir erzählt sei „schlecht oder nicht zu akzeptieren“. Dementsprechend findet man so gut wie in jedem Auto einen Duftbaum, in jedem Haus elektrische automatische Sprays, welche regelmäßig alle halbe Stunde die Häuser duften lassen. Zweimal täglich zu duschen und sich regelmäßig mit Deo und sonstigen duftenden Drogerieartikeln einzusprühen ist selbstverständlich.

Ein wichtiges und sehr, sehr großes Thema ist das Essen. Nahezu in jedem kleinen Dorf ab ca. 2.000 Einwohnern findet man bereits Fastfood Restaurants wie Mc Donald`s, Subway, Domino`s, Pizza Hut, Taco Bell, Dary Queen (Eis) oder KFC. Aber das ist auch gleichzeitig das Problem hier, denn 80 bis 90% der Restaurants hier sind klassische Fastfood Restaurants und sehr, sehr ungesund. Bäcker und klassische Restaurants sind hier schwer zu finden. In Brot ist, wie in vielen anderen Produkten oft viel Zucker drin. Auch am College gibt es nur Fastfood in der Kantine zur Auswahl. Zu Hause, in den Familien wird ebenfalls gern mal zu Fastfood wie Tiefkühlpizza, Hamburger oder ähnliches gegriffen, doch das hat andere Gründe…

Alles was man hier findet ist so bequem wie möglich gestaltet. Die Briefkästen befinden sich an der Einfahrt zum Grundstück auf einem Pfahl aufgestellt, so dass man den Briefkasten beim Heimkommen vom Auto aus leeren kann. Für alles gibt es einen sogenannten „Drive-Thru“ (bei uns als Drive-In“ bekannt) bei der Bank, zum Geld abheben, bei jedem Restaurant, am Krankenhaus für Notfallmedizin, Eisdielen und an vielen Orten mehr. Zum Essen werden oft (auch und vor allem zu Hause!) Plastikbecher und Pappteller zum Essen verwendet, damit man nicht abspülen muss oder die Spülmaschine ein- und ausräumen, denn diese kann man ganz einfach wegwerfen.

Für das College muss man Tausende von Dollar bezahlen, damit man dieses besuchen und studieren darf. Was hier sehr cool ist, dass tatsächlich alles digital gemacht wird. Hausaufgaben, Tests, Anmeldungen, etc. für alles gibt es eine App oder einen Onlinezugang. Das Niveau ist jedoch im Vergleich zu Deutschland sehr niedrig, was den Lehrplan und die Klausuren angeht. Ebenfalls bekommt mal als Student fast überall „Studenten Rabatt“, und wenn man gute Noten hat sogar noch mehr. Des Weiteren haben wir hier an den Schulen keine Kleiderordnung oder Schuloutfits. Jeder kann kommen, wie er mag. Bei uns in Deutschland wird oft über Jogginghosen an Schulen diskutiert. Hier in den USA ist das völlig normal. Jogginghosen, Sportklamotten, Flip-Flops, Badeschlappen, … alles ganz normaler Alltag an den Schulen, Colleges und Unis. Selbst die Lehrer haben oftmals nur Flip-Flops an.

Wenn mich jemand fragt, was ich hier sehr, sehr schön an den Einrichtungen, wie zum Beispiel dem College finde, dann würde ich definitiv folgendes antworten: die fortgeschrittene Digitalisierung und die Tatsache, dass es hier überall kostenlos Wasserspender gibt, und das in jeder Öffentlichen Einrichtung, egal ob College oder Einkaufszentrum.

Was ich hier wiederum sehr schade, oder auch ein bisschen nervig finde: die Klimaanlagen in jeder Einrichtung sind für mich als Deutscher total nervig, da sie immer sehr kalt eingestellt sind und der Wechsel von sehr warm zu sehr kalt sehr gewöhnungsbedürftig ist. Das nicht oder nur sehr geringe Umweltbewusste denken finde ich sehr schade und das Essen ist mir oftmals zu fettig. Letztendlich fühle mich hier jedoch sehr, sehr wohl, genieße jede Sekunde in vollen Zügen und bin unglaublich stolz und glücklich, hier leben und diese ganzen Erfahrungen sammeln zu dürfen.

Autor Niklas Fischer, Teilnehmer am Parlamentarischen Patenschafts-Programm 2019/2020 – Text nicht redigiert

'Perfekt unperfekt' - vierter und letzter Bericht aus den USA von Alina Wenger

Ein Jahr mit dem PPP-Stipendium in den USA

Fast ein Jahr ist es nun her, dass ich mit dem Flugzeug nach Amerika und damit in das größte Abenteuer meines bisherigen Lebens startete. Ohne zu wissen, was genau mich erwarten würde, war ich mir sicher: letztendlich würde alles gut werden. Und damit sollte ich Recht behalten.

Ich bin dankbar für die zahlreichen Erfahrungen, die ich während meiner Zeit in Washington erleben durfte. Als Teil ihrer Familie nahm mich ein junges Paar auf und ermöglichte mir mit ihnen in dem ländlichen Ort Washougal mit etwa 8000 Einwohnern zu leben. Dort durfte ich die lokale High School besuchen und Teil der „Panther-Family“ werden, ein Panther war nämlich deren Schulmaskottchen. An der Schule schloss ich lebenslange Freundschaften, versuchte mich in Theater und Tennis, das für je drei Monate jeden Tag nach der Schule stattfand und erledigte zahlreiche Hausaufgaben. Ich feuerte das Football-Team der Schule an, feierte Siege beim Basketball und klatschte für die Cheerleader. Ich besuchte die Schulbälle Homecoming und Prom und trug den typischen Hut und Umhang bei der Abschlusszeremonie, an der ich teilnehmen durfte. Ich paukte für Tests, traf mich mit Freunden, aß sehr viel FastFood, unternahm Ausflüge mit meiner Gastfamilie. Ich lernte zu kochen und meine Wäsche zu machen und half im Haushalt mit. Mein Englisch verbesserte sich signifikant und ich begann in Englisch zu denken und zu träumen. Ich arbeitete ehrenamtlich bei Blutspenden, Lebensmittelspenden, politischen Events und bei zahlreichen Aktionen mit und erhielt sogar ein Zertifikat vom amerikanischen Außenministerium für über 100 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit.

Ich hielt Vorträge informierte Schüler und Lehrer über Deutschland, beseitigte Vorurteile, beantwortete unzählige Fragen und ergänzte das Wissen des ein oder anderen Lehrers im Unterricht. Ich lernte viel über die amerikanische Kultur und Geschichte, lachte über Missverständnisse und wurde in alltäglichen Situationen überrascht. Wer hätte schon ahnen können, dass Donuts mit Speck und 20 verschiedene Sorten Oreos in den USA verkauft werden. Niemals hätte ich gedacht, dass sechzehnjährige mit ihrem eignen Truck jeden Tag in die Schule fahren und teilweise noch nie öffentliche Verkehrsmittel benutzt hatten. Es war nicht ungewöhnlich, noch nie außerhalb des Landes gewesen zu sein, mehrstündige Flugreisen nach Florida über das Wochenende waren wiederum normal. Sehr überraschend war auch, dass es täglich Hamburger und Nachos in der Schulmensa gab.

Mit all ihren Eigenheiten habe ich die Amerikaner doch sehr liebgewonnen und fühle mich in Washougal zuhause. Auch wenn ich mich sehr freue, wieder in Deutschland zu sein, vermisse ich mein zweites Zuhause, meine zweite Familie und meine Freunde sehr. Trotzdem bin ich unglaublich dankbar für die Erfahrungen, die ich sammeln durfte und würde sie auf keinen Fall missen wollen.

Mein Auslandsjahr hat mich sehr geprägt. Ich bin deutlich selbstständiger und unabhängiger geworden. Ich habe gelernt, andere Perspektiven, Ideen, und Vorstellungen zu verstehen und zu akzeptieren. Mir ist klar geworden, dass man Dinge verschieden angehen kann. Ich habe meine Prioritäten klarer herausgearbeitet und fühle mich gewappnet für die Zukunft.

Daher möchte ich auch jeden ermutigen, der sich überlegt, ein Auslandsjahr zu absolvieren: Es lohnt sich, über seinen Schatten zu springen und ein Auslandsjahr zu machen. Vielen Dank an den Bundestag und Steffen Bilger für diese Möglichkeit und seine Begleitung.

Alina Wenger

 

'Typisch Amerikanisch' - dritter Bericht aus den USA von Alina Wenger

Bereits über fünf Monate und die Hälfte meines Auslandsjahres habe ich nun schon erleben dürfen. In zahlreichen Situationen, in denen ich mich während meines Auslandsjahres bisher befunden habe, ist mir genau dieser Gedanke in den Kopf geschossen: „typisch amerikanisch“. So sind mir einige Unterschiede zwischen den USA und Deutschland aufgefallen. Allerdings treffen meine Beobachtungen nicht auf jede Situation zu, denn, wie jedes Land, ist die USA sehr vielseitig und lässt nicht verallgemeinern.

  1. Der Patriotismus ist stärker ausgeprägt als in Deutschland. Die amerikanische Flagge gibt es in allen Variationen im täglichen Leben zu finden, zum Beispiel als Rucksack oder T-Shirt, die ganz selbstverständlich getragen werden. Außerdem wird jeden Morgen ein Schwur auf die Flagge geleistet, in dem man Treue schwört und die Nationalhymne wird vor jedem Sportevent an der Schule gesungen.
  2. Insgesamt habe ich den Lebensstil der meisten Amerikaner als weniger umweltbewusst wahrgenommen. Beispielsweise benutzen zahlreiche Haushalte täglich Einweggeschirr und -besteck. Beim Recycling wird nur das Hartplastik, Glas und Papier vom restlichen Abfall getrennt.
  3. Jugendlichen wird insgesamt weniger Verantwortung übertragen und sie werden stärker kontrolliert, beispielsweise lesen viele Eltern die Nachrichten auf dem Handy ihrer Kinder und das Schulsystem ist auch weniger auf Eigenverantwortung ausgerichtet und die Hausaufgaben müssen täglich abgegeben werden.
  4. Small Talk ist ein fester Bestandteil des Tages. Steht man beispielsweise mit einer anderen Person an einer roten Ampel, wird man häufiger gefragt, wie es einem geht. Interessanterweise wird auf diese Frage generell keine detaillierte Antwort erwartet, ein einfaches “gut” ist, was erwartet wird.
  5. Was in Deutschland Fußball ist, ist hier American Football. Viele spielen selbst Football oder schauen die Spiele an der Schule oder im Fernsehen an.
  6. Erdnüsse sind quasi ein Grundnahrungsmittel und in zahlreichen Variationen zu finden: Eiscreme, Süßigkeiten wie Kekse mit Erdnussbutter und sogenannte Reeses, die berühmten Peanutbutter Jelly Sandwiches, Nudelgerichte und sogar auf manchen Hamburgern.
  7. Je nachdem, in welchem Bundesstaat man sich befindet, sind die Steuern unterschiedlich. In Oregon gibt es beispielsweise keine Mehrwertsteuer, in Washington dagegen wird einem an der Kasse die Steuer auf den ausgeschriebenen Preis dazugerechnet.
  8. Die Mehrheit der Häuser ist mit Holz, anstelle von Ziegelsteinen, gebaut worden.
  9. Erwachsene arbeiten tendenziell mehr Stunden pro Woche und haben deutlich weniger bezahlte Urlaubstage als in Deutschland.
  10. Viele Jugendliche haben einen Job und arbeiten 20 Stunden pro Woche, zusätzlich zur Schule.
  11. Läden haben auch sonntags und länger an den Abenden geöffnet.
  12. Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel ist deutlich geringer, insbesondere außerhalb des Stadtzentrums. Der Schulbus ist daher für einige Schüler das zentrale Transportmittel.
  13. Die meisten Autos sind deutlich größer und verbrauchen mehr Benzin als die Autos in Deutschland. Sogar auf dem Schulparkplatz sind Trucks keine Ausnahme.
  14. Um dem Busfahrer zu signalisieren, dass man am nächsten Stopp aussteigen möchte, muss man an einem Kabel ziehen, das entlang der Wand des gesamten Busses verläuft.
  15. Viele Amerikaner haben noch nie die USA verlassen und Reisen scheint insgesamt weniger Priorität zu haben.
  16. Leggings in der Schule oder beim Einkaufen zu tragen ist nicht ungewöhnlich.
  17. Die Mittagspause findet in der Schule schon sehr früh, um 10.25 Uhr, statt. Während dieser Zeit dürfen die Schüler das Schulgebäude nicht verlassen.
  18. Das Essen in der Mensa ist überwiegend ungesund – Nachos und Burger stehen auf der Tagesordnung.
  19. In der Schule gibt es regelmäßig Proben für das Verhalten im Falle eines Erdbebens, Hurrikans und einer Schießerei.
  20. Wenn ein wenig Schnee fällt, gibt es einen „Snowday“, was bedeutet, dass die Schule an dem Tag später beginnt oder ganz ausfällt. Das liegt aber auch daran, dass die Straßen im ländlichen Raum nicht geräumt oder gestreut werden.
  21. Die meisten Jugendlichen nutzen ausschließlich Snapchat zur Kommunikation, WhatsApp hingegen ist hier eher unbekannt.
  22. In den Restaurants wird einem immer ein Glas mit Wasser kostenlos und automatisch hingestellt, ohne dass man danach fragt.
  23. Wenn man ein Getränk im Restaurant bestellt, sind „Refills“ meistens einbegriffen, man kann also seinen Becher beliebig oft auffüllen.
  24. Es gibt eine größere Auswahl an Fast Food Restaurants und es ist üblich, anstatt zu kochen, essen zu gehen oder etwas außerhalb zu kaufen und nach Hause zu nehmen.
  25. In den Restaurants, auf Konzerten, oder beim Stadtfest gibt es einen separaten Bereich, in den man erst nach Ausweiskontrolle und wenn man über 21 Jahre alt ist, hinein darf. Dort wird dann Alkohol ausgeschenkt, der erst ab dem Alter von 21 Jahren in der Öffentlichkeit konsumiert werden darf.
  26. Es wird hier sehr viel mehr mexikanisches Essen konsumiert als in Deutschland.
  27. Wenn man hier von Brot spricht, ist meistens Toastbrot gemeint. Es gibt kaum Alternativen und Brot, so wie ich es von Deutschland kenne, gibt es nur in einzelnen Bäckereien.
  28. Beim Kochen wird deutlich mehr Pfeffer und Knoblauch benutzt.
  29. Nur ganz selten wird Wasser mit Kohlensäure getrunken, die meisten trinken einfach Leitungswasser.
  30. Im Abfluss in den Waschbecken in der Küche verfügen zahlreiche Haushalte über ein Gerät, das auf Knopfdruck die Überreste im Abfluss schreddern und damit diese heruntergespült werden können.
  31. Türen werden häufig nicht abgeschlossen. Wird beispielsweise das Badezimmer benutzt, ist die Türe geschlossen. Wird es nicht benutzt, steht die Türe durchgehend offen.
  32. Die meisten Fenster hier können nicht gekippt, sondern nur ganz geöffnet werden. Einige Fester sind sogar zum Schieben gemacht.
  33. In der Waschmaschine werden alle Kleidungstücke gewaschen, ohne davor sortiert zu werden. Insgesamt wird die Wäsche auf einer geringeren Temperatur gewaschen.

'Football, Flags and a lot of fun?' - zweiter Bericht aus den USA von Alina Wenger

Meine amerikanische High School im Vergleich zu meiner deutschen Schule

Fünf Schulwochen habe ich nun schon an einer amerikanischen High School verbringen dürfen. Dabei sind mir zahlreiche Unterschiede zwischen meiner amerikanischen und meiner deutschen Schule aufgefallen, die sehr überraschend für mich waren. Dabei muss im Hinterkopf behalten werden, dass die von mir festgestellten Unterschiede nicht unbedingt allgemein gültig sind, sondern sich auf meine persönliche Erfahrung stützen.

School Spirit
Ein wesentlicher Unterschied, den ich wahrgenommen habe, ist der an meiner amerikanischen High School vorhandene School Spirit. Das bedeutet, dass die Schüler sich viel stärker mit der Schule identifizieren. Das Maskottchen meiner High School ist beispielsweise ein schwarzer Panther, der in sämtlichen Variationen, als Bild an der Wand, als Bild auf dem Fußboden oder lebensgroßes Kostüm, in der Schule zu finden ist. Auf der Straße, die zur Schule führt, sind sogar Pfotenabdrücke eines Panthers aufgemalt. Jeden Freitag ist der sogenannte „Spirit Day“, bei dem die Schüler die Schulfarben orange und schwarz tragen sollen. Diejenigen, die das tun, werden dann mit Süßigkeiten belohnt. Bei sämtlichen sportlichen Veranstaltungen hört man „Go Panthers!“ von allen Seiten und sogar die Eltern der Schüler tragen T-Shirts mit der Aufschrift „Panther Pride“- selbstverständlich in orange und schwarz.

Unterstützt wird der Schulspirit von zahlreichen Veranstaltungen an der Schule. Es finden zahlreiche sportliche Wettbewerbe an der Schule statt, bei dem viele Schüler ihre Panthers anfeuern können. Insbesondere Footballspiele sind sehr beliebt. Dabei wird das Publikum mithilfe von Cheerleadern zum anfeuern animiert und spätestens zur Halbzeit, wenn die Cheerleader ihre Performance zeigen, ist keiner mehr zu halten.

Unterrichtsstil
Der Unterricht hier ist sehr anders von dem Unterricht, den ich in Deutschland gewohnt bin. Die Unterrichtsstunden sind weniger darauf ausgelegt, gemeinsam als Klasse etwas zu erarbeiten, sondern man wird dazu aufgefordert mithilfe des Buches eigenständig zu arbeiten oder der Lehrer hält Frontalunterricht ab. Außerdem finden kaum Gespräche oder Diskussionen in den Klassen statt, kritisches Denken ist auch deutlich weniger gefragt. Häufig scheinen die Details mehr im Vordergrund zu stehen als das große Ganze.

Patriotismus
Auch neu für mich war, wie sehr der amerikanische Patriotismus mit der Schule verknüpft ist und in gewisser Weise auch gelehrt wird. Unabhängig vom Fach und dem aktuellen Stoff, werden die Lehrer nicht müde zu betonen, dass die USA „the greatest country in the world“ („das beste Land der Welt“) ist. Am Anfang jedes Schultags wird über die Lautsprecheranlage die „Pledge of Allegiance“ verkündet, mit der die Amerikaner ihre Treue zu den USA auf die Flagge schwören. Dazu erheben sich alle Schüler, legen eine Hand aufs Herz, richten sich zur Flagge, die in jedem Raum der Schule vorhanden ist, aus und sprechen die Worte synchron zur Durchsage. Vor jedem Sportevent oder der Schulversammlung wird die amerikanische Nationalhymne gesungen, wobei sich erneut alle zur Flagge drehen und ihre Hand aufs Herz legen.

Stundenplan
Besonders aufgefallen ist mir, wie verschieden der Stundenplan ist. Für jedes Semester kann ich sechs Fächer wählen und diese besuche ich anschließend täglich. Bei der Wahl der Fächer ist deutlich weniger vorgegeben als in Deutschland, einige Klassen, wie Englisch, müssen aber auch hier besucht werden. Für mich ungewöhnliche Fächer, die angeboten werden, sind beispielsweise Theater, Digitalfotografie, Gestalten des Jahrbuchs, American Sign Language, Holzarbeiten und Kochen. Insgesamt gibt es mehr Optionen nicht akademische Fächer zu wählen. Teilweise sind einige Fächer bereits karrierebezogen und Teil der berufsspezifischen Ausbildung.

Im Gegensatz zur Schule in Deutschland werden die Klassen hier überwiegend nicht jahrgangsspezifisch angeboten, sondern werden von Schülern aus verschiedenen Stufen besucht. Auch neu für mich ist, dass jede Pause zwischen den Unterrichtsstunden nur fünf Minuten lang ist. Um 10.35 Uhr gibt es dann eine halbstündige Mittagspause. Langsam gewöhne ich mich daran, schon so früh zu Mittag zu essen.

Hausaufgaben
Hausaufgaben müssen in meiner High School immer eingereicht werden und in den meisten Fächern bekommt man für das Einreichen von Hausaufgaben, unabhängig vom Inhalt, ein A, was einer 1 entspricht. Insgesamt sind die Hausaufgaben aber deutlich mehr als an meiner Schule in Deutschland, einige Lehrer gehen davon aus, dass täglich eine Stunde für ihr Fach verwendet wird. Der Großteil des Lernens findet nicht in der Schule statt, sondern zuhause. Den Stoff erarbeite ich mir anhand von Büchern vor allem selbst, der Unterricht an sich fasst dann die wichtigen Punkte des bereits gelesenen zusammen. Hausaufgaben machen außerdem einen deutlich größeren Teil der Note aus, sie zählen teilweise bis zu 30%.

Klassenarbeiten
Während die Klassenarbeiten in Deutschland zum Großteil aus Fragen, die einen ausformulierten Text verlangen, bestehen, sind Klassenarbeiten hier Multiple-Choice-Fragen. Damit wird hier in Klassenarbeiten auch ausschließlich Wissen und Fakten abgefragt, während Klassenarbeiten in Deutschland auch nach Beurteilungen und der eigenen Meinung verlangen. Mit dem Lesen des Schulbuches zur vorgegebenen Zeit erhält man alle Informationen für den Test und es ist deutlich einfacher die volle Punktzahl zu erzielen als in Deutschland.

Auch in der Frequenz der Klassenarbeiten unterscheiden die Schulen sich: hier finden die Klassenarbeiten etwa alle zwei Wochen pro Fach statt, während sie in Deutschland ein- bis zweimal pro Halbjahr stattfanden. Auch Tests sind viel häufiger und es ist nicht unüblich zwei bis drei Tests pro Fach und Woche zu schreiben. Die Tests können aber wiederholt werden, wenn man nicht zufrieden mit dem Ergebnis ist. Dabei werden teilweise sogar die gleichen Fragen nochmal widerholt und man bekommt trotzdem eine bessere Note dafür. Da die meisten Tests online stattfinden, können sie auch von zuhause stattfinden. Weniger Klassenarbeiten, aber mehr Tests sollen häufig zuhause erledigt werden. Damit steigt die Möglichkeit des Betrugs aber auch deutlich, da alle Unterrichtsmaterialien, das Schulbuch und das Internet benutzt werden könnten. Zudem kann der Test über eine längere Zeit hinweg erledigt werden. Daher können die richtigen Antworten, die nachdem Absolvieren des Tests verfügbar sind, von anderen Personen kopiert werden. Selbst wenn man durch falsche Antworten Punkte verliert, erhält man die volle Punktzahl, wenn man eine Korrektur des Tests einreicht.

Außerschulische Aktivitäten
Meine amerikanische Schule bietet deutlich mehr außerschulische Aktivitäten an als meine Schule in Deutschland. Es gibt zahlreiche Sportarten wie Football, Cheerleading, Wrestling, Tennis, Golf, Tanzen, Volleyball, Basketball, Softball und Golf, die angeboten werden. Dazu verfügt die Schule über Sportanlagen, wie ein Footballfeld, Tennisplätze und einen Golfplatz. Zudem wird Theater angeboten, aktuell wird beispielsweise das Musical Mamma Mia geprobt. Außerdem gibt es sogenannte Clubs, wie den American Sign Language Club, den International Club, den Knowledge Bowl Club und den Science Olympiade Club. Ein wesentlicher Unterschied zu den außerschulischen Aktivitäten in meiner deutschen Schule ist, dass diese hier sehr viel ernster genommen werden.

Insbesondere beim Sport und Theater ist der Zeitaufwand sehr viel intensiver. Das Training findet an jedem Wochentag nach der Schule statt und es ist nicht unüblich, dass es 3 h dauert. Zusätzlich finden zahlreiche Wettkämpfe statt, bei denen gegen andere Teams gespielt wird oder der Text muss außerhalb der Klasse gelernt werden. Die Gruppen an meiner Schule in Deutschland, im Gegensatz dazu, haben sich beispielsweise nur etwa 1 Stunde wöchentlich getroffen. Zudem ist das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb eines Teams hier deutlich stärker ausgeprägt. Auch wenn ein Spieler gesundheitlich angeschlagen ist, wird es zum Training kommen und zuschauen, um sein Team zu unterstützen.

Digitalisierung
In meiner amerikanischen Schule wird, im Gegensatz zu meiner deutschen Schule, jedem Schüler ein Laptop zur Verfügung gestellt, der notwendig für den Unterricht ist. Die Schulbücher sind Großteils online verfügbar, auch die Unterrichtsstunden können online abgerufen und gegebenenfalls nachgeholt werden. Aufgaben sollen teilweise nicht handschriftlich bearbeitet, sondern abgetippt werden. Alle Noten werden online eingetragen und können somit besser nachvollzogen werden. Auch Eltern erhalten Zugang hierzu. Das gleiche gilt für Fehlzeiten. Handys im Unterricht sind hier ebenfalls kein Tabu und können meist benutzt werden. Dies führt aber häufig auch zu einer Nutzung des Smartphones, die nichts mit dem Unterricht zu tun hat, wie das Versenden von Nachrichten oder die Nutzung von Social Media.

'Welcome to America!' – erster Bericht aus den USA von Alina Wenger

“Welcome to America!” – Das ist einer der häufigsten Sätze, die aktuell an mich gerichtet werden. Nach mehr als einem Jahr voller Vorbereitung ging es für mich vergangene Woche auf in die USA. Etwa ein Jahr lang werde ich nun im Bundesstaat Washington in der Nähe von Portland, Oregon mit meiner Gastfamilie leben und eine Highschool besuchen. Ermöglicht wird mir das durch das Parlamentarische Patenschafts-Programm, einem Stipendium, das aus der Zusammenarbeit von Bundestag und Kongress hervorgeht. Dass mein Auslandsjahr nun Wirklichkeit ist, kann ich nur schwer realisieren.

Meine Gastfamilie besteht aus einem jungen Ehepaar, Marie und Dean. Gemeinsam wohnen sie in ihrem Haus in ländlicher Umgebung. Obwohl ich eher das städtische Leben gewöhnt bin, genieße ich es sehr, hier nah an der Natur zu sein und beim Blick aus dem Fenster unzählige Bäume zu sehen. Dies scheint mir insgesamt ein signifikantes Merkmal für den Bundesstaat Washington zu sein, der damit seinem Namen „Evergreen State“ gerecht wird. Jedoch ist mir auch schnell klargeworden, weshalb ein Auto als Fortbewegungsmittel in den USA einen so hohen Stellenwert hat. Öffentliche Verkehrsmittel sind nämlich kaum außerhalb von Portland zu finden, sodass man auf das Auto angewiesen ist.

Obwohl ich erst relativ kurz hier bin, habe ich schon sehr viel erleben können. Letztes Wochenende fand der „Skamania County Fair“ statt, der von Manchen sogar als Event des Jahres in der Region gesehen wird. Man kann sich den Fair als Stadtfest vorstellen, bei dem es eine Achterbahn, ein Karussell und ähnliche Vergnügungsangebote gibt. Das diesjährige Motto lautete „Cowboy boots & Country roots“. Mit einem Cowboy-Hut versuchte ich mich ein wenig dem Dresscode anzupassen. Zudem wurden zahlreiche Wettbewerbe durchgeführt, die mit der Holzindustrie zusammenhängen, die hier eine hohe historische Bedeutung hat. Ein Wettbewerb war beispielsweise das Axtwerfen auf eine Zielscheibe, das dann entsprechend bewertet wird. Daran nahmen unter anderem auch meine Gasteltern teil. Außerdem fand eine Auktion statt, bei der Kinder und Jugendliche aus der Umgebung ihre selbst großgezogenen Tiere verkauften. Dort konnte man von Hühnern über Hasen bis hin zu Kühen viele verschiedene Farmtiere kaufen. Das Gelände, auf dem der Fair stattfand, war mit zahlreichen amerikanischen Flaggen geschmückt und die Nationalhymne wurde zur Eröffnung der Wettbewerbe gesungen. Der stärker ausgeprägte Patriotismus in den USA hat sich hier ziemlich gut gezeigt.

Gemeinsam mit meiner Gastfamilie habe ich bereits Spätzle zubereitet. Da sie jedoch meist auf ihrem Grill kochen, integrierten wir die Spätzle in ein BBQ. Diese in einem Topf auf dem Grill gab ein ziemlich ungewöhnliches Bild ab, aber sinnbildlich kann man hier eine Annäherung der (Essens-)Kulturen sehen.

Schon jetzt bin ich begeistert von meinen bisherigen Erfahrungen und freue mich sehr auf die zahlreichen, die noch kommen werden!

 


Von nun an wird Alina Wenger, die im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programmes nun für etwa ein Jahr im Bundesstaat Washington in der Nähe von Portland (Oregon, USA) bei einer Gastfamilie leben und eine Highschool besuchen wird, von ihren Erlebnissen in den Vereinigten Staaten berichten.
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