Newsletter

Immer auf dem Laufenden. Hier können Sie den Newsletter von Steffen Bilger abonnieren.

In Rundfunk und TV

Aktuelle Beiträge von Steffen Bilger im TV finden Sie hier, Mitschnitte aus Radiosendungen hier.

Praktikum im Abgeordnetenbüro

Ein Praktikum während des Studiums bei meinem damaligen Bundestagsabgeordneten hat mir selbst einmal viel Freude bereitet. Wertvolle Einblicke in die Tätigkeit eines Abgeordneten haben meinen Horizont erweitert. Deshalb gebe auch ich gerne Praktikanten die Möglichkeit, das politische Berlin besser kennen zu lernen.

Praktikumsberichte

Praktikum im Büro Steffen Bilger MdB vom 13. bis 24. September 2010

Steffen Bilger MdB mit Praktikant Jan Alexander Nehring

Mein Interesse für Politik sowie mein Jurastudium ab Oktober 2010 brachten mich auf die Idee, ein Praktikum bei einem Abgeordneten der Unionsfraktion im Bundestag zu absolvieren. Steffen Bilger MdB aus meinem Wahlkreis Ludwigsburg gab mir die Möglichkeit dazu. In dem zweiwöchigen Praktikum vom 13. bis 24. September 2010 konnte ich mir ein Bild von der parlamentarischen Arbeit in Berlin, den Abläufen einer Sitzungswoche und von verschiedenen politischen Themen – wie zum Beispiel der Gesundheits- und Bundeswehrreform oder auch Stuttgart 21, die in Plenar-, Fraktionssitzungen und Ausschüssen diskutiert wurden – machen. Meine erste Praktikumswoche war zeitgleich die erste Sitzungswoche des Bundestags nach der Sommerpause. Deswegen gab es viele wichtige Themen zu besprechen und zu diskutieren.

Am Montag musste ich mir einen Hausausweis ausstellen lassen, um alle Gebäude des Deutschen Bundestages betreten zu können. Dann wurden mir die Abläufe im Abgeordnetenbüro nahe gebracht sowie eine Terminübersicht und Informationsmaterial für die nächsten 2 Wochen ausgehändigt. Ich hatte die Möglichkeit mit Herrn Bilger an einer CDU/CSU-Fraktionssitzung, der „Arbeitsgruppe Verkehr“ sowie einer Verkehrs-Ausschusssitzung teilzunehmen. Im Laufe der Woche nahm ich auch an diversen Abendveranstaltungen teil. So fand beispielsweise eine Diskussion zum Thema „Jugend im Netz“ im Hotel Adlon statt. Diese wurde von der Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder eröffnet. Die Podiumsdiskussion war sehr interessant, genau wie das Buffet, das darauf folgte.

In den folgenden Tagen konnte ich die Präsentation mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema „Entwicklungshilfe in Afrika“ von Hartwig Fischer MdB anhören. Dieser erzählte über seine Afrika-Reisen, den Besuchen in Flüchtlingslagern und den Verbesserungen die in den letzen Jahren für viele Menschen geschaffen wurden. Natürlich verbrachte ich auch einige Zeit auf der Besuchertribüne des Plenarsaals, da vom 13. bis 17. September der Haushalt für 2011 besprochen wurde und somit größtenteils alle Abgeordneten anwesend waren. Die Haushaltsdebatte war spannend und hatte auch viele Wortgefechte der Abgeordneten zur Folge. Beeindruckt hat mich vor allem der Redebeitrag von Verteidigungsminister zu Guttenberg über den Wehretat und die geplante Bundeswehrreform.

Als meine zweite Praktikumswoche begann, erhielt ich die Aufgabe Länderprofile für eine geplante Afrika-Reise einer Delegation des Bundestages zu erstellen. Wissenschaftliche Recherche dieser Art ist meiner Meinung nach eine der spannendsten Aufgaben. Am nächsten Tag hatte ich die Chance an einer Präsentation des Statistischen Bundesamts in den Fraktionsräumen der CDU/CSU im Bundestag teilnehmen. Letztendlich muss ich sagen, dass leider kaum jemand Informationen von dort bezieht, obwohl diese Quelle gerade für Hausarbeiten und auch Referate in der Schule nur empfehlenswert ist. Informationen vom Statistischen Bundesamts sind auch für jeden zugänglich.

Abschießend möchte ich hervorheben, dass ich von der sehr hohen Arbeitsintensität der verschiedenen politischen Institutionen und Abgeordneten und deren Mitarbeitern überrascht und auch beeindruckt war. Interessant für mich war wie extrem schnell und informativ die Beantwortung von Bürgeranfragen durch den Mitarbeiterstab von Herrn Bilger erfolgte.

Es wurde für mich deutlich, wie intensiv die verschiedensten aktuellen Probleme selbst unter großem Zeitdruck gelöst werden. Bemerkenswert fand ich auch die freundliche und sehr angenehme, hochkompetente Arbeitsatmosphäre. Ich möchte mich ausdrücklich für die Ermöglichung des Praktikums bedanken. Für mich persönlich war diese Erfahrung sehr wertvoll. Das Praktikum hat mir einen ganz anderen Blickwinkel und eine direkte Einsicht in den „Parlamentarismus“ und die Umsetzung des Wählermandats in einer demokratischen Gesellschaft gegeben.

Vielen Dank dafür!

Jan Alexander Nehring; Berlin, den 22. September 2010

Praktikum im Büro Steffen Bilger MdB vom 28. März bis 29. April 2011

Steffen Bilger MdB mit Praktikant Ruben von Ristok

Als ich am 28. März 2011 mein Praktikum im Abgeordnetenbüro von Steffen Bilger in Berlin antrat, hatte ich – obwohl mir bewusst war, dass es ein Montag war – die Stimmung eines schwarzen Freitags erwartet. Am Vortag hatte die Landtagswahl in Baden-Württemberg ergeben, dass die Union nach fast sechs Jahrzehnten Regierungsführung im Land in die Opposition weichen musste. Meine Erwartungen stellten sich aber als unzutreffend heraus. Zwar war die Enttäuschung über das Wahlergebnis in BW groß, aber statt Niedergeschlagenheit und Resignation erwartete mich eine kämpferische und aufarbeitende Stimmung.
Ich wurde überaus freundlich in das Büro-Team aufgenommen und in die Arbeit eingewiesen. Auch für meine Fragen fand ich immer ein offenes Ohr. Insbesondere die Art und Weise, wie sich Herrn Bilger, trotz seines gewaltigen Termindrucks um mich kümmerte haben mich sehr beeindruckt.

Meine Erwartungen, welche ich an das Praktikum hatte wurden übertroffen und ich erlebte eine sehr interessante und lehrreiche Zeit. Für mein Studium in Politikwissenschaft und Geschichte mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen war das Praktikum sehr hilfreich. Ein Eindruck vom realen Ablauf der deutschen Politik ist eindrücklicher als die Lektüre vieler Lehrbücher. Ich bin im Wahlkreis von Herrn Bilger 13 Jahre zur Schule gegangen und so war es für mich besonderes interessant ein Praktikum in seinem Büro zu absolvieren.
Die Arbeit war insgesamt sehr interessant und ich war mit Freude bei der Sache. Ich habe Herrn Bilger zur fraktionsinternen AG Verkehr, zum Verkehrsausschuss, zum Parlamentarischen Beirat für Nachhaltige Entwicklung (PBNE)  und zur Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ begleitet. Diese Sitzungen waren für mich als Politikwissenschaftsstudent äußerst einträglich. Im Verkehrsausschuss bestimmten Themen, wie Stuttgart 21, die LKW-Maut auf Bundesstraßen und der Ausbau der Verkehrssicherheit die Sitzungen. Der PBNE  befasste sich v. a. mit den nachhaltigkeitsbetreffenden Reformvorhaben der UN-Konferenz in Rio de Janeiro 2012. In der Enquete Kommission wurde darüber diskutiert, wie man die Lebensqualität in Deutschland erhalten könne. Dazu auch wurden verschiedene Wissenschaftler und Experten gehört. Auch hierbei spielte selbstverständlich Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle.

Im Büro stand ich Herrn Bilger durch diverse Recherchen und Unterstützung bei Bürgerbriefen zur Seite. Außerdem habe ich ihn beim Empfang von Besuchern, eine Schulkasse aus Vaihingen, und zu verschiedenen Veranstaltungen begleitet.

Die Abendveranstaltungen waren für mich auch besonders eindrücklich. Hierbei besuchte ich das Form für Zukunftsenergien, eine Gesprächsrunde zur Elektromobilität in der Landesvertretung BW, einen Vortrag des ADAC zu Passagierrechten, eine Vorstellung des deutschen Reformprogramms zur Europa 2020-Strategie der EU. Außerdem war ich zu Gast auf einer Podiumsdiskussion der Deutschen Gesellschaft für Außenpolitik zu den Konsequenzen für Deutschland aus dem Fall Libyen, bei einer Diskussionsrunde zur neuen ungarischen Verfassung in der ungarischen Botschaft, bei einem Vortrag des NATO-Botschafters der Russischen Föderation, D. Rogosin zum europäischen Raketenabwehrsystem und bei einem Roundtable zur umstrittenen Präsidentschaftswahl in Kasachstan.

Herr Bilger ist auch Mitglied der Parlamentariergruppen des Bundestags für Russland und Zentralasien, weshalb auch letztere beiden Veranstaltungen von großem Interesse waren. Im Rahmen dieser Veranstaltungen habe ich viele wichtige und interessante Eindrücke sammeln können.

Die Katastrophe von Fukushima, die Atomausstiegsdebatte, die Unruhen in der arabischen Welt und die Unstimmigkeiten um die Eurorettungsmaßnahmen begleiteten meine Arbeitszeit in Berlin. Auch die Besuche des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu, der niederländischen Königin Beatrix und die NATO-Außenministerkonferenz in Berlin, fielen in meinen Praktikumszeitraum.

Das politische Berlin ist eine beeindruckende Welt, voll geordneter Hektik. Ich habe mich sehr schnell an den Alltag im politischen Berlin gewöhnt und werde mit Sicherheit immer positiv auf diese erfahrungsreiche Zeit zurückblicken.

Ich bin Herrn Bilger sehr dankbar, dass er mir ermöglicht hat diese Erfahrungen zu machen. Weiterhin danke ich ihm und dem gesamten Büro-Team dafür, wie ich hier aufgenommen und betreut wurde. Bedanken möchte ich mich außerdem bei Frau Heike Hermann, die mich bei der Vorbereitung unterstützt hat.

Ruben von Ristok, Berlin, den 29. April 2011