Praktikum im Abgeordnetenbüro

Ein Praktikum während des Studiums bei meinem damaligen Bundestagsabgeordneten hat mir selbst einmal viel Freude bereitet. Wertvolle Einblicke in die Tätigkeit eines Abgeordneten haben meinen Horizont erweitert. Deshalb gebe auch ich gerne Praktikanten die Möglichkeit, das politische Berlin besser kennen zu lernen.

Praktikum Katrin Reutter (11. April - 13. Mai 2016)

„Du machst ein Praktikum im Bundestag? Wie kommt man denn dazu?“ Diese Sätze habe ich nicht nur einmal zu hören bekommen, bevor ich schließlich am 11. April vor dem Eingang der Dorotheenstraße 93 stand. Nach dem Sicherheitscheck, den ich zum Glück nur einmal über mich ergehen lassen musste, wurde ich gemeinsam mit einer zweiten Praktikantin von Frau Schüler freundlich begrüßt und sie brachte uns direkt ins Büro, wo wir nur ein paar Minuten waren, schließlich musste der Hausausweis ausgestellt werden.

Anschließend konnte ich dann zum ersten Mal mit diesem Gefühl das Haus betreten, dass ich nun für fünf Wochen ein kleiner Teil des politischen Berlins sein darf. Dieses Gefühl hat mich die gesamte Zeit über immer wieder begleitet und mit Ehre erfüllt, wenn ich eines der vielen Gebäude betreten durfte.Schon in der ersten Woche merkte ich gleich, wie stressig das Leben als Abgeordneter sein kann. Die Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg waren in vollem Gange, wobei Herr Bilger als Verhandlungsführer der CDU für den Verkehrsbereich zuständig war, gleichzeitig war in Berlin jedoch auch Sitzungswoche, was einen vollen Terminkalender bedeutet. So kam es dazu, dass ich bis Mittwoch verschiedene Sitzungen besuchen und mich dadurch schon etwas an das Thema Verkehr gewöhnen konnte. Zudem durfte ich Herrn Bilger zu unterschiedlichsten Veranstaltungen begleiten. Nebenbei sollte ich mir Gedanken machen, wie das geliebte VfB-Trikot am besten in einen Bilderrahmen passt; Herr Bilger ist auch in Berlin dem VfB treu, daher ist er auch Gründungsmitglied des VfB-Fanclubs im Bundestag (um auch etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern).

Die darauffolgende Woche war etwas entspannter, da es eine sitzungsfreie Woche war. Jedoch standen auch hier ein paar Aufgaben an, denn der Zukunftskongress der Jungen Gruppe wollte den Feinschliff bekommen. Daher kenne ich nun die Lebensläufe von einigen Politikern und Wissenschaftlern beinahe so gut wie meinen eigenen, da es meine Aufgabe war, diese für die Festschrift zusammenzuschreiben. Außerdem gab es natürlich noch weitere Aufgaben, die erledigt werden mussten.

So schnell die Wochen in Berlin vergehen, stecken wir also schon bald in der wohl stressigsten Woche meines Praktikums. Neben den normalen Terminen stand der Zukunftskongress an, bei dem ich auch teilnehmen durfte und so zum ersten Mal Bundeskanzlerin Angela Merkel „live“ erleben durfte. Außerdem hatte ich mich für Abendveranstaltungen angemeldet, was die Tage durchaus noch interessanter, aber auch sehr lang werden ließen.

Darüber hinaus waren Frau Schröder und ich krankheitsbedingt nachmittags allein im Büro, wodurch ich schnell auch die Aufgabe der Gästebetreuung bekam.

Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, den Alltag im Bundestag mitzuerleben. Dank des Praktikums weiß ich nun noch besser als zuvor, was es bedeutet, ein „MdB“ zu sein, aber genauso auch, was es bedeutet, ein Mitarbeiter im Abgeordnetenbüro zu sein. Meinen Respekt für beide Seiten!

Auf diesem Weg möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Herrn Bilger, Frau Schröder, Frau Schüler, Herrn Hesse, Frau Majewski und Frau Özkaya bedanken, dass sie sich die Mühe machen, Praktikanten zu betreuen und auch im größten Stress freundlich sind.

Und für alle, die sich fragen, wie man zu solch einem Praktikum kommt: Traut euch einfach mal zu fragen!

Praktikum Frieder Gretzmacher (15. Februar - 24. März 2016)

Vor dem Studium zur Förderung meines politischen Interesses sechs Wochen in Berlin zu verbringen, schien mir ein guter Plan, um einen Einblick in die politischen Geschehnisse der Hauptstadt zu erhalten. Wie ausführlich, vielschichtig und umfangreich dieser werden sollte, hatte ich jedoch nicht geahnt.

Den Start des Praktikums füllten direkt zwei aufeinander folgende Sitzungswochen, in denen ich mich zurechtfinden durfte; zwischen all den Menschen, einer Flut an Terminen, Inhalten mit denen ich mich noch nie auseinandergesetzt hatte und nicht zuletzt die Architekturen des Regierungsviertels.

Im Büro arbeitete ich den Mitarbeitern von Herr Bilger inhaltlich zu, beantwortete Bürgeranfragen, recherchierte zu aktuellen Themen oder fasste längere Texte für die einfachere Handhabe zusammen. Die Arbeit Steffen Bilgers im Verkehrsausschuss war besonders spannend zu beobachten, da in den ersten Wochen das Zugunglück von Bad Aibling aufgearbeitet wurde. Auch bei den spezielleren Themen ist die Realitätsnähe zu sehen, sobald man die Anträge einmal wirklich liest. Die Veröffentlichung des Bundesverkehrswegeplans fiel ebenfalls in meinen Praktikumszeitraum.

Die politisch sehr spannende Zeit hatte ihren Höhepunkt in den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und besonders in Baden-Württemberg - nicht nur in Bezug auf das Ergebnis. Durch Freikarten für die Spezialsendungen und der inhaltlichen Bindung meiner Arbeit im Büro mit der Kommunalpolitik erlebte ich die lebendige Demokratie in Baden-Württemberg von Berlin aus hautnah mit.

Zusätzlich konnte ich an dem von der CDU/CSU-Fraktion in den Semesterferien angebotenen Praktikantenprogramm teilnehmen. Das beinhaltete zahlreiche Führungen und Diskussionsrunden mit Experten und Politikern, die sich für die Praktikanten und deren Fragen Zeit nahmen. Besonders in den sitzungsfreien Wochen sorgte das für Abwechslung. Auch der Austausch mit den anderen Praktikanten führte zu vielen interessanten Gesprächen, Erkenntnissen und der ein oder anderen Freundschaft.

Mein Dank geht an Frau Schröder, Frau Schüler, Frau Majewski und Herrn Hesse für die sehr angenehme Atmosphäre und das Beantworten vieler Fragen in diesen für mich sehr eindrucksvollen sechs Wochen. Ebenso ein großes Dankeschön an Herrn Bilger für die Ermöglichung dieses Praktikums.

Praktikum Simon Fröhlich (16. November 2015 - 12. Februar 2016)

Als Student der Verwaltungshochschule Ludwigsburg und angehender Beamter in Baden-Württemberg war das Engagement in Berlin das eine von insgesamt fünf Praktika, das ich außerhalb der Kommunalverwaltung absolvieren konnte. Drei Monate lang durfte ich die höchste deutsche Legislativinstitution sowie die Arbeit von Herrn Bilger in Berlin verfolgen und begleiten. Und ich bin sehr dankbar und glücklich, dass mir das Praktikum ermöglicht wurde und ich mich für diesen Schritt entschieden habe, denn diese drei Monate werden für mich unvergesslich bleiben!

 Die meisten Erfahrungen kann man in den sogenannten Sitzungswochen sammeln, also in der Zeit, in der die Abgeordneten tatsächlich in Berlin sind und in diversen Arbeitsgruppen, in Ausschüssen und im Plenum aktuelle politische Themen beraten und beschließen. Oft und gerne war ich als Zuschauer bei diesen Debatten dabei, das ist speziell dann interessant, wenn man sich nach einer Weile ein wenig mit der Thematik auseinandergesetzt hat und weiß, wovon geredet wird. Aber der Terminkalender von Herrn Bilger ist auch ohne diese Gremienarbeit gut gefüllt – unzählige Einladungen und Anfragen zu Empfängen, Vorträgen, Präsentationen, Ehrungen, Podiumsdiskussionen und Interviews runden den bunten Arbeitsalltag in Berlin ab. So bin auch ich viel durch das politische und gesellschaftliche Berlin gekommen, sei es bei einem Business-Frühstück bei einem großen deutschen Automobilhersteller, einem Themenabend zur Elektromobilität in der niederländischen Botschaft, der Weihnachtsansprache in der Landesvertretung Baden-Württemberg oder – Obacht! – bei Herrn Bilgers Filmdebut im Kino.

Solch einen umfangreichen, abwechslungsreichen, aber sicherlich auch hektischen und kräftezehrenden Alltag habe ich bisher noch nirgendwo erlebt, entsprechend großen Respekt habe ich auch davor, wie souverän und gelassen Herr Bilger seine Termine immer wieder wahrnimmt und sich dennoch alle Zeit für seine Mitarbeiter und auch Praktikanten nimmt.  Dementsprechend spannend ist die Arbeit natürlich auch für das Team rund um den Abgeordneten, dem ich fleißig über die Schultern geschaut habe. Die Mitarbeiter von Herrn Bilger müssen sämtliche Termine koordinieren, den Bürgerkontakt pflegen und ihm inhaltlich zuarbeiten. Wann immer möglich, dürfen hier die Praktikanten auch mit anpacken - in Form von Bürgeranfragen, politischer Recherche oder nach sonstigem Bedarf. Das war bei mir unter anderem die Durchführung einer Reichstagsführung oder Arbeiten in Verbindung mit dem neuen Bundesverkehrswegeplan. Langweilig wird es jedenfalls nie, auch in Nicht-Sitzungswochen nicht, in denen ein wenig Ruhe in die Gebäude des Bundestages einkehrt!

 Ich bin mir sicher, dass die vergangenen drei Monate sehr hilfreich für meinen weiteren Werdegang waren. Das Gespür für politische Arbeit und Verständnis für getroffene Entscheidungen werden mich auf meinem beruflichen Weg stets begleiten, diese Erfahrungen würde ich keinesfalls missen möchten. Auch persönlich bin ich für die Erfahrungen in dieser einzigartigen Stadt, der riesengroßen Institution Bundestag sowie dem Alltag im Abgeordnetenbüro sehr dankbar und werde diese immer bei mir tragen!

 An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Herrn Bilger und sein Team für das stets offene Ohr, die aufgebrachte Zeit und gleichermaßen für die umfangreiche Betreuung sowie für den gestatteten Freiraum! Das ist keinesfalls selbstverständlich und ich kann somit ein Praktikum hier nur wärmstens empfehlen!

Praktikum Amelie Hofmeister (2. November - 11. Dezember 2015)

Politik - auch wenn diese Bezeichnung nicht bei allen jungen Erwachsenen in Deutschland auf Begeisterung stößt, so hege ich, wie meine Vorpraktikanten, ein großes Interesse daran. In den 6 Wochen, die ich als Praktikantin im Bundestag und in Herrn Bilgers Büro verbringen durfte, wurden meine Erwartungen an den Alltag der Politik nicht nur erfüllt, sondern positiv übertroffen - denn mein Praktikum wurde von spannenden Dialogen in Arbeitsgruppen und Beiräten, interessanten Aufgaben im Büro und intensiven Plenardebatten geprägt.

Da ich 2014 bereits ein Praktikum im Landtag von Baden-Württemberg absolviert hatte, war mir der straffe Zeitplan eines Abgeordneten nicht ganz fremd, als die Zeit in Berlin für mich begann. Vier von sechs Wochen waren Sitzungswochen, ein Zustand, den man aufgrund der unterschiedlich hohen Termindichte und des Veranstaltungsangebots deutlich spürt.

In diesen Wochen durfte ich die Britische und Niederländische Botschaft bei Veranstaltungen von innen betrachten, eine Diskussionsrunde von Maybrit Illner live verfolgen und Herrn Bilger mehrmals in die Parlamentarische Gesellschaft begleiten. Hinzu kamen die Sitzungen des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur und dessen vorausgehende Arbeitsgruppe und der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung mit seiner Arbeitsgruppe. Doch nicht jeder Tag war von einer vorgegebenen Struktur geprägt, sondern auch von aktuellen Geschehnissen. Der Tod Helmut Schmidts oder auch die Terroranschläge in Paris waren erschütternd und regten zu Gesprächen oder einfach zum Nachdenken an. Vor allem der Sicherheitsbeauftragte mit Maschinengewehr, den ich nach den Anschlägen von Paris zusätzlich zur Polizei vor einem der Gebäude des Bundestages patrouillieren sah, regte mich zum Nachdenken an.

Denn diese intensive Erfahrung erinnerte mich an eines: Wie wichtig es ist, sich über aktuelle Geschehnisse zu informieren, zu wissen, was sich in der Politik abspielt und warum Entscheidungen getroffen werden, beziehungsweise manchmal getroffen werden müssen.Es wird oft unterschätzt, wie schnell die Regierung auf aktuelle Ereignisse reagiert und wie nah die Abgeordneten ihren Wahlkreisen stehen. Denn was „die da oben in Berlin“ treiben, ist immer auf die Bedürfnisse und Interessen des Wahlkreises abgestimmt und sind keine freien Entscheidungen der Politiker, wie manch einer behauptet.

Die Wochen des Praktikums waren sehr interessant und aufschlussreich für mich, denn ich bin mir dessen bewusst geworden, dass Politik auch meinen Alltag bestimmt und dass die Entscheidungen, die im Bundestag zwar mehrere Hundert Kilometer entfernt getroffen werden, mich schneller beeinflussen werden, als ich mir aus der Ferne vorstelle.

Außerdem habe ich gelernt, dass Themen nicht einfach abgehakt werden, sobald sie nicht mehr in den Medien präsent sind. Im Verkehrsausschuss wurden beispielsweise viele Experten zum Abgasskandal von VW eingeladen und es wurde lange beraten, wie der Skandal zu behandeln ist.Wenn ich noch einmal vor der Entscheidung stünde, würde ich das Praktikum ohne zu zögern wiederholen. Ich bin dankbar, viele tolle Erfahrungen gesammelt haben zu dürfen und viele unterschiedliche, interessante Menschen während dieser Zeit kennengelernt zu haben.

Mein größter Dank geht selbstverständlich an Herrn Bilger, Frau Schröder, Herrn Dr. Eichhorn und Frau Schüler - vielen vielen Dank für die tolle Betreuung, die Gespräche und die Zeit, die Sie sich für mich genommen haben!

Amelie Hofmeister

Praktikum Maximilian Drexler (13. April - 22. Mai 2015)

Nach meinem Abitur im Mai 2015 stand ich vor einer durchaus schwierigen Entscheidung. Soll ich direkt anfangen zu studieren? Oder doch lieber ein Auslandsjahr planen und den Beginn des Studiums ein Jahr nach hinten verschieben, wie es so viele aus meiner ehemaligen Stufe letztendlich gemacht haben. Mehrere Faktoren, u. a. dass ich mir nicht hundertprozentig sicher bei der Wahl des Studiengangs war, führten zu einem Kompromiss. Ich entschied mich dafür, ein Orientierungsjahr einzulegen. Da bei mir immer schon ein relativ großes Interesse an der Politik vorhanden war, plante ich diverse Praktika bei politischen Institutionen bzw. Akteuren zu absolvieren. So führte mich mein Weg zunächst in das Europäische Parlament nach Brüssel und danach zu einem großen Verband in Berlin. Zum Abschluss meines Orientierungsjahres stand das Praktikum im Abgeordnetenbüro von Steffen Bilger in Berlin an. Sechs spannende und aufschlussreiche Wochen sollten mich erwarten.   Da ich bereits als Praktikant im Europäischen Parlament gearbeitet hatte, machte ich mir vor dem Beginn meines Praktikums im Bundestag viele Gedanken über mögliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Arbeitsalltag der beiden Parlamente. Nach den ersten beiden Wochen als Praktikant im Bundestag wurde mir klar, dass die Arbeitsweise im Prinzip identisch ist. Allerdings ist die zeitliche Taktung der Arbeitsabläufe grundverschieden. Für die Abgeordneten im Bundestag spielt die Präsenz im Wahlkreis eine stärkere Rolle, weshalb sie eigentlich in jeder Nichtsitzungswoche in ihrem Wahlkreis tätig sind. Die Sitzungswochen sind dafür umso intensiver, denn Arbeitsgruppen-, Fraktions- und Ausschuss-Sitzungen finden neben den in der Öffentlichkeit bekannten Plenarsitzungen alle innerhalb einer Woche statt. Im Europäischen Parlament werden diese Abläufe auf mehrere Wochen verteilt, da sich die Europaabgeordneten in der Regel über einen längeren Zeitraum in Brüssel aufhalten und weniger aktiv im Wahlkreis sind. Bei den Bundestagsabgeordneten ist diese Verteilung hingegen sehr ausgeglichen.   Ich hatte das Glück, dass meine erste Arbeitswoche im Bundestag eine Nichtsitzungswoche war. Dies ermöglichte mir einen guten Einstieg in den Büroalltag, denn in einer Nichtsitzungswoche sind die Abläufe regelmäßiger und das Arbeitsklima ist insgesamt entspannter. Dennoch waren die Sitzungswochen in meinen Augen das Highlight des Praktikums. Egal, ob man bei einer Ausschusssitzung, im Plenum oder auf einer der vielen informativen Veranstaltungen war, interessante Erkenntnisse konnte man überall gewinnen. Vor allem die erste Ausschusssitzung ist bei mir in Erinnerung geblieben. Ein Tagesordnungspunkt war der Bericht des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zum Stand der Ermittlungen zum Absturz des Airbus A320 der Fluggesellschaft Germanwings in Frankreich in Anwesenheit des Bundesministers Alexander Dobrindt und des Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa AG Carsten Spohr. Die Betroffenheit aller Anwesenden war deutlich zu spüren. Dennoch konnte man erkennen, wie wichtig es allen Beteiligten war, zeitnah die richtigen Schlüsse aus dieser Katastrophe zu ziehen. Ein ebenso bemerkenswertes Ereignis für mich war, im Rahmen der Sitzung der Jungen Gruppe den Präsidenten der Deutschen Bundesbank, Herrn Dr. Jens Weidmann, kennen lernen zu dürfen und seine Einschätzungen zur Eurokrise zu hören.   Bei einem weiteren Besuch des Verkehrsausschusses stand eine öffentliche Anhörung zum Thema Stuttgart 21 an. Obwohl Anhörungen zu dieser Thematik mittlerweile zur Routine für viele Abgeordnete geworden sind, da sie sich fast im Jahrestakt wiederholen, war ich überrascht von der hohen Intensität der Reaktionen auf die vorgetragenen Expertenmeinungen. Zur eben erwähnten Intensität trugen auch viele – extra zur Ausschusssitzung angereiste – Stuttgart 21 Gegner bei, die durch ihre wenig konstruktiven Kommentare die Sitzung störten. Dennoch war es eine spezielle Erfahrung, erleben zu dürfen, wie die Arbeitsweise in den Ausschüssen variieren kann.   In meiner letzten Woche konnte ich im Plenum die Regierungserklärung unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel verfolgen. Auch wenn es nicht mein erster Besuch im Plenum war, so war es für mich zum Abschluss nochmal ein Highlight, die anschließende Debatte, bei der viele hochrangige deutsche Politiker sprachen, live miterleben zu dürfen.   Dies waren nur einige von vielen positiven Eindrücken, die ich nach sechs Wochen als Praktikant im Bundestag gesammelt habe. Ich kann nur jedem, der Interesse daran hat, zu erleben, wie Politik funktioniert empfehlen, ein Praktikum in einem Bundestagsbüro zu absolvieren.   Abschließend möchte ich mich bei allen Mitarbeitern im Bundestagsbüro von Steffen Bilger bedanken. Vielen Dank, dass Sie mir die Gelegenheit gegeben haben, den Bundestag mit all seinen Facetten kennen zu lernen. Die vergangenen sechs Wochen waren wirklich sehr aufschlussreich für mich und ich hatte eine tolle Zeit bei Ihnen im Büro!

Praktikum Juliane Häcker (17. November - 12. Dezember 2014)

„Und was machst du so nach dem Abi?“- „Ja erstmal nichts, dann vielleicht irgendwo ein Praktikum...“. Irgendwo ein Praktikum – das war meine Intention. Wo, wann und wie lange hielt ich mir offen. Auch die altbekannten Assoziationen von Kaffee kochen und kopieren schreckten mich vorerst nicht ab. Im Gegensatz zu meinen Vorpraktikanten hier auf der Internetseite war meine Begeisterung für die Politik zu diesem Zeitpunkt eher bescheiden. Von einem Bekannten bekam ich den Hinweis, mich doch mal für ein Praktikum in einem Abgeordnetenbüro in Berlin zu bewerben. Der Gedanke, das politische Leben „live“ mitzuerleben, gefiel mir immer besser. Bereits zwei Monate später begann auch schon mein vierwöchiges Praktikum im Büro von Steffen Bilger. Stark verunsichert, auf Grund mangelnder Erfahrung, aber dennoch gespannt, was mich erwarten würde, machte ich mich montagmorgens auf zum Paul-Löbe-Haus. In der ersten Nicht-Sitzungswoche gab es für mich „nur“ eine Aufgabe: einen Entwurf für einen Namensartikel des Abgeordneten. Keine leichte Aufgabe, aber rückblickend gesehen durchaus machbar. Die zweite Woche im Regierungsviertel war eine Haushaltswoche. Der Unterschied im Vergleich zu den vergangenen Tagen war enorm. Im Büro selbst war durch die Anwesenheit des Chefs sowie dessen straffen Zeitplans viel los. Aber auch das gesamte Paul-Löbe-Haus war voller Abgeordneter und deren Mitarbeiter. Da ich in dieser Woche für jede Sitzung des Deutschen Bundestages eine Plenarkarte hatte, konnte ich alle Reden von der Bundeskanzlerin bis hin zum Bundesverkehrsminister mitverfolgen. Nach nicht einmal 14 Tagen wurde mir bewusst, wie spannend Politik sein kann, wenn sie zum Alltag wird. Dazu zähle ich nicht nur Dinge wie Limousinefahren oder das Treffen von Kanzlerin Angela Merkel – im Gegenteil. Allein die Mitarbeit im Büro führte dazu, sich mit Themen zu beschäftigen, um die man sich sonst keine Gedanken macht. Ich möchte aber natürlich nicht leugnen, dass mich Limousinefahren oder die Möglichkeiten durch den Besitz des Hausausweises nicht beeindruckt hätten. Die letzten beiden Wochen im politischen Berlin waren geprägt von weiteren Besuchen der AGs, der Ausschüsse oder anderen Veranstaltungen der Verkehrswirtschaft. Das Angebot von Freikarten für den Polit-Talk Maybrit Illner war für mich ein abschließendes Highlight des Praktikums, das ich gerne annahm. Auch ich möchte mich ganz herzlich bei Herrn Bilger sowie bei Frau Schröder, Frau Schüler und Herrn Dr. Eichhorn für die schöne Zeit bedanken. Kaffee kochen und kopieren kann ich immer noch nicht. ;-)

Praktikum Nina Find (31. März - 17. April 2014)

Als ich am Montag den 31.03.2014 gegen 10 Uhr auf das Reichstagsgebäude und das Paul-Löbe-Haus zugelaufen kam, war ich schon ein bisschen nervös. Es ist eben doch nichts Alltägliches, im Zentrum der Politik mitten in Berlin live dabei zu sein.Nachdem ich ohne Probleme durch die Sicherheitskontrolle am Westeingang des PLH gekommen bin, und mich Frau Schüler, eine von Steffen Bilgers Mitarbeiterinnen, abgeholt und ins Büro gebracht hat, musste ich auch schon wieder los- ich musste meinen Hausausweis in einem anderen Gebäude abholen. Ich war wohl nicht die einzige, deren Praktikum an diesem Montag anfing, denn es waren schon ziemlich viele andere Praktikanten vor mir da, und auch nach mir kamen immer noch mehr. Die Wartezeit habe ich mir durch das Lesen kleiner Broschüren vertrieben, und schon eine Stunde später hielt ich meinen eigenen Hausausweis, der mich die nächsten drei Wochen ohne Sicherheitskontrolle in die Liegenschaften des Deutschen Bundestags brachte. Die Politik in Berlin wird ja nicht nur im Plenum gemacht, sondern zu großen Teilen in den Ausschüssen und AGs, und die tagen natürlich nicht im Plenarsaal, sondern in vielen Räumen und Gebäuden, die um das Reichstagsgebäude verteilt sind. So kam es, dass ich direkt am zweiten Morgen für die Sitzung der AG für Verkehr und digitale Infrastruktur in ein anderes Gebäude musste. Bei dieser Sitzung lernte ich dann auch Steffen Bilger persönlich kennen, und auf dem Rückweg ins Büro unterhielten wir uns ein wenig. Im Büro angekommen lies ich mir einige Sachen erzählen und erklären und erhielt auch ein paar kleiner Aufgaben. Meine Aufgaben im Büro von Herrn Bilger bestanden in den drei Wochen hauptsächlich aus kleineren Recherchearbeiten oder dem Beantworten von Bürgeranfragen. Das Beantworten der Bürgeranfragen ist gar nicht so leicht, wie es sich anhört. Nach einigen Gesprächen mit dem studentischen Mitarbeiter, Christian Hesse, verstand ich, worauf es beim Bürgerbriefe beantworten ankommt: zunächst muss man sich in das Thema einarbeiten und viel lesen und recherchieren. Die Antwort muss dann so formuliert werden, dass sie sowohl alle Fragen des Absenders beantwortet, als auch auf die ganz persönlichen Ängste eingeht. Das Wichtigste beim Verfassen der Antwort ist, dass der Bürger das Gefühl bekommt, verstanden und gehört zu werden. Natürlich saß ich nicht den ganzen Tag im Büro und habe Briefe beantwortet. Ich durfte Herrn Bilger zu vielen Terminen begleiten, der Alltag eines Bundestagsabgeordneten ist nämlich sehr abwechslungsreich: In Nicht-Sitzungswochen ist Herr Bilger meist in seinem Wahlkreis Ludwigsburg, er kommt in der Regel nur in Sitzungswochen nach Berlin. Dort finden dann viele Sitzungen verschiedener Gremien statt- ich durfte auch bei einigen dabei sein. Ich war in einer AG-Sitzung, einer Ausschusssitzung, einer offenen Fraktionssitzung der CDU/CSU und auch ein paar Mal im Plenarsaal. Wie wichtig den Abgeordneten der eigene Wahlkreis ist, habe ich zuvor entweder nicht wahrgenommen oder einfach unterschätzt. Gerade in der AG und Ausschusssitzung haben die Politiker aller Parteien recht oft durchblicken lassen, wie wichtig ihnen ist, dass auch die Bürger im Wahlkreis neue Regelungen oder Gesetze akzeptieren und verstehen können. Weil die Arbeit mit dem Wahlkreis unglaublich wichtig für die Abgeordneten ist, laden Sie auch häufig Besuchergruppen zu Gesprächen und Führungen in das Reichstagsgebäude und ihr Büro ein. Während meines Praktikums kam ein Politikkurs vom Robert-Bosch-Gymnasium in Gerlingen nach Berlin. Ich durfte bei diesem Gespräch dabei sein und war wirklich beeindruckt, wie gut Herr Bilger den Schülern seine Arbeit erklärte. Er stellte sich zunächst vor, und danach durften die Schüler Fragen stellen. Wenn man wie ich einen Abgeordneten zwei Wochen in Berlin begleiten darf, hört man sehr schnell auf, an das Bild des faulen Politikers zu denken. Die Sitzungswochen sind straff durchgeplant, der Tag beginnt früh und endet spät. Oft finden nämlich abends noch Sitzungen statt (wie die offene Fraktionssitzung, bei der ich auch dabei sein durfte) oder der Abgeordnete wird zu Abendveranstaltungen eingeladen. Ich durfte auch bei zwei solcher Abendveranstaltungen (Verkehrsforum und DEKRA) dabei sein. Dort hört man meist zuerst einen Vortrag mit anschließender Fragerunde an den Referenten und anschließend gibt es noch einen Empfang mit Abendessen. Beim parlamentarischen Abend der DEKRA in der baden-württembergischen Landesvertretung wurde der Verkehrssicherheitsreport 2014 („Urbane Mobilität- Strategien zur Unfallvermeidung auf den Straßen Europas“) vorgestellt, was auch für mich sehr interessant war. Beim anschließenden Empfang und Abendessen können sich die Gäste untereinander unterhalten, was den Abgeordneten neue Erkenntnisse im jeweiligen Fachgebiet gibt und die Arbeit der Politiker effizienter und zielgerichteter gestalten kann. Als Praktikantin beim Bundestag darf natürlich ein weiteres Pflichtprogramm nicht fehlen: die Plenarsitzungen. Ich durfte mir mehrere Plenardebatten von der Besuchertribüne aus ansehen und die Reden live verfolgen. In der zweiten Woche, die wie gesagt eine Haushaltswoche war, habe ich sogar noch eine Rede von Herrn Bilger gehört, in der er über den Haushalt und das Budget des Verkehrsministeriums sprach. Auch als im seine erste Zwischenfrage im Plenum gestellt wurde, war ich dabei. Nicht lange nach seiner Rede ging es für Herrn Bilger zurück in seinen Wahlkreis nach Ludwigsburg – und für mich begann am Montag nach dem Wochenende meine letzte Woche im Bundestag. Das erste, was mir in meiner dritten Woche im Bundestag auffiel, war die ungewohnte Ruhe auf den Gängen und in allen Gebäuden. Weil die meisten Abgeordneten abgereist sind, waren „nur“ noch Mitarbeiter im Bundestag („nur“ schreibe ich, weil der Bundestag neben der Abgeordneten rund 6000 Personen als wissenschaftliche Mitarbeiter oder Teil der Verwaltung beschäftigt).Die Mitarbeiter arbeiten wie gewohnt in den Büros weiter und führen endlos viele Telefonate, damit alles reibungslos abläuft und gut organisiert ist, wenn der Abgeordnete Termine hat. Weil ich niemanden mehr begleiten konnte, habe ich an einem Frage- und Antwortkatalog zum Thema „Punktereform in Flensburg“ gearbeitet und weiterhin Bürgerbriefe beantwortet. Als mein Praktikum dann Donnerstag- Nachmittag schon zu Ende war musste ich meinen Hausausweis abgeben. Ich konnte nun also nicht mehr einfach so in die Gebäude hereinspazieren und mich frei bewegen, oder noch kurz für den Sonnenuntergang auf die Dachterrasse, was ziemlich schade ist. Mir hat das Praktikum unglaublich viel Spaß gemacht, ich habe unglaublich viele Eindrücke erhalten, die ich sonst wohl nie bekommen hätte. Es stimmt, dass man sich von vielen Sachen nur direkt vor Ort ein Bild machen kann, und ich danke sowohl Herrn Bilger als auch seinem gesamten Büroteam in Berlin, dass Sie mir dieses einmalige Erlebnis ermöglicht haben. Vielen Dank auch dafür, dass Sie stets darauf geachtet haben, dass ich zu so vielen Terminen wie möglich mitgehen kann, damit mein Praktikum wirklich interessant wird. Vielen lieben Dank dafür und Ihnen allen alles Gute! Nina Find

Nach meinem Abitur im Frühling 2013 war ich lange unentschlossen, ob ich nun mit einem Studium anfangen soll oder doch ein Orientierungsjahr einlege. Ich habe mich für das Zweite entschieden – es war die richtige Alternative.

Mein Praktikum im Abgeordnetenbüro von Steffen Bilger bot mir fünf Wochen lang die Chance das Leben eines Parlamentariers, die Arbeit in seinem Büro sowie das Regierungsviertel kennen zu lernen.

Ich möchte mich meinen Vorpraktikanten anschließen und teile mit ihnen die Begeisterung für dieses Praktikum. Wie in den vorherigen Praktikumsberichten ausführlichst beschrieben, durfte auch ich aus erster Hand erfahren, wie das Leben eines MdBs aussieht und wie Politik in Berlin gemacht wird. Die Besuche in Arbeitsgruppen, in Ausschüssen, im Plenarsaal sowie die tägliche Arbeit im Büro waren eine große Bereicherung und sicherlich Erlebnisse, die ich niemals vergessen werde. Sehr einprägsam waren auch die Abendtermin, auf die ich Herrn Bilger begleiten durfte – nicht nur wegen des guten Essens oder dem Mitfahren in Limousinen, sondern vor allem durch die Vielfalt der Veranstaltungen und den Personen die man dort trifft.

Ich möchte ein bisschen von meinem Erlebnissen neben der Büro- und Ausschussarbeit berichten.

Durch das Praktikantenprogramm der CDU/CSU habe ich durch viele verschiedene Veranstaltungen die Möglichkeit bekommen, die Stadt und Persönlichkeiten der Politik kennenzulernen. Das Praktikantenprogramm organisiert verschiedene Führungen, zu denen man sich online anmelden konnte. So besuchte ich das ARD-Hauptstadtstudio, den Deutschen Dom, den Bundesrat und das Finanzministerium. Des weiteren bietet das Praktikantenprogramm Diskussionsrunden mit einer Vielzahl von Politikern an. Dadurch konnten wir unter anderem mit Herrn Dr. Schäuble, Herrn Bosbach, Herrn Dr. Ramsauer und Herrn Kauder sprechen, diskutieren und viele Fragen stellen. Die Politiker haben sich extra für uns Zeit genommen, sprachen sehr offen über ihre Arbeit und gaben hilfreiche Tipps zum erfolgreichen Politikerleben.

Als Praktikant des Bundestages kann man, wenn man möchte, an dem eigens organisierten Praktikantenstammtisch teilnehmen. In einer von Praktikanten für Praktikanten gegründeten Facebookgruppe werden am Wochenende immer über die Orte des Stammtisches abgestimmt. Jeden Dienstag treffen sich dann die Praktikanten in immer wechselnden Restaurants und Bars. In der lockeren Atmosphäre lernte ich viele Praktikanten kennen und wir tauschten uns über die Arbeit in den Büros aus. Diese Kontakte können sich als sehr hilfreich erweisen, denn ich konnte über eine Mitpraktikantin eine Karte zu dem Bundesligaspiel Hertha gegen Bayern erwerben – lange nachdem das Spiel ausverkauft war.

Mein Praktikum in Berlin lohnte sich jedoch nicht nur wegen der vielen Einblicke in den Bundestag, sondern auch wegen der Stadt Berlin selbst. Ich komme aus einer eher kleinen Stadt in der Nähe von Ludwigsburg und war zu erst erschlagen durch das Überangebot hier in Berlin. Doch ich gewöhnte mich schnell daran und machte mich auf, die Stadt zu erleben. Ein Besuch in der 0₂-Arena beim Basketballspiel Alba Berlin gegen Bamberg, die Partys in Berlin und ein Burger in einem der besten Burgerrestaurants Deutschlands (meine Einschätzung) machten mein Aufenthalt in Berlin neben dem Praktikum zu fünf großartigen Wochen.

Daher kann ich es nur jedem empfehlen der Interesse an Politik hat, sich für den Bundestag interessiert und fantastische Wochen in Berlin mit super Praktikanten verbringen will - bewerbt Euch rechtzeitig und nutzt auch diese einmalige Chance.

Vielen Dank an Herrn Bilger und das ganze Team!

Jonas Landenfeld

[Anmerkung: Das CDU/CSU-Praktikantenprogramm ist nur zwei Mal im Jahr, sechs Wochen im Frühjahr und sechs Wochen im Herbst. Jonas Landenfeld hatte das Glück, genau in diesem Zeitraum im Bundestagsbüro zu sein.]

Praktikum Kerstin Zielosko-Labonte (27. Januar - 21. Februar 2014)

Die Zeit vom 27. Januar bis 21. Februar 2014 war eine spannende und aufschlussreiche Zeit. Leider viel zu kurz, doch lange genug, um mich mit dem „Virus des politischen Berlins“ zu infizieren. In diesen vier Wochen absolvierte ich ein Praktikum im Berliner Büro meines Abgeordneten Steffen Bilger MdB. Darunter waren drei Sitzungswochen. Die Regierungserklärung der Kanzlerin und die nachfolgende Aussprache im Plenarsaal mitzuerleben, Herrn Bilger in den Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, zu Informationsgesprächen und Vor-Ort-Terminen begleiten zu können – all dies eröffnete mir einen kleinen Einblick in das politische Leben Berlins und die Tätigkeit eines Abgeordneten.  Die Möglichkeit, sich im Rahmen von Bürgeranfragen z.B. in die Themen „Mütterrente“, „Auslandseinsatz der Bundeswehr“, „Genmais“, „Pflege“ usw. einzuarbeiten, hat mir sehr viel Freude gemacht. Gerade die Vielfältigkeit der Arbeit eines Abgeordneten empfand ich als sehr spannend. Die vier Wochen haben mir einen „Blick über den Tellerrand“ ermöglicht, mich geprägt und mir in meiner jetzigen Tätigkeit schon sehr oft weitergeholfen. Dafür danke ich Herrn Bilger und seinem tollen Team sehr! Danken möchte ich auch für die überaus herzliche Aufnahme, für die Unterstützung, die ich zu jeder Zeit erhielt, für die vielen Möglichkeiten – einfach für eine wunderbare Zeit.

Als ich im September 2012 mit meiner Jahrgangsstufe im Rahmen einer Studienfahrt nach Berlin fuhr, wusste ich noch nicht, dass ich gut neun Monate später wieder im ICE nach Berlin sitzen würde. Damals war einer unserer Programmpunkte ein Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Steffen Bilger, in dessen Wahlkreis unsere Schule liegt. Er berichtete von seiner Arbeit im Bundestag und im Wahlkreis und stellte die Möglichkeit in Aussicht, ein Praktikum in seinem Abgeordnetenbüro in Berlin zu absolvieren. Dieses Angebot begeisterte mich und ein halbes Jahr später durfte ich dann wirklich diese einmalige Chance wahrnehmen.

Ich komme aus dem Kreis Ludwigsburg und werde ab Herbst 2013 an der Hochschule Heilbronn Betriebswirtschaft und Unternehmensführung studieren. Neben meinem wirtschaftlichen Interesse gilt meine Aufmerksamkeit auch der Politik. Über die Zeitung und die abendlichen Nachrichten verfolge ich das politische Geschehen, doch dieses „hautnah“ erleben zu dürfen, hat mich besonders beeindruckt.

Während der ganzen Woche habe ich im Büro von Herrn Bilger im Paul-Löbe-Haus bei der Beantwortung von Bürgerbriefen und Recherchearbeiten geholfen. Für das Büro von Herrn Schäuble, der auf einer Wahlkampfveranstaltung von Herrn Bilger reden wird, durfte ich als Vorarbeit eine Übersicht über die wichtigsten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Themen des Wahlkreises erstellen. Am Dienstagmorgen führte Frau Schüler ein Ehepaar aus dem Wahlkreis durch den Bundestag. Dadurch bekam auch ich einen guten Überblick über die verschiedenen Gebäude, die Sitzungssäle und sämtliche Büroräume, was mir in den folgenden Tagen bei der Orientierung eine große Erleichterung war. Vormittags begleitete ich Herrn Bilger in eine Sitzung der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in der er Mitglied ist. Die Abgeordneten berieten über die Positionen zu Gesetzen und Anträgen der Opposition, über die am darauffolgenden Tag in der Ausschusssitzung abgestimmt wurde. Nachmittags nahm ich an der Fraktionssitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion teil. Da ich bei der persönlichen Anmeldung zwischen die Pressevertreter gedrängt wurde, bekam ich nicht mit, dass die anderen Praktikanten bereits in den Fraktionssitzungssaal gegangen waren. So kam es zu einer Begegnung mit der Bundeskanzlerin – dies war aber nur einer von vielen Höhepunkten dieser Woche. Abends durfte ich Herrn Bilger noch auf das Sommerfest des Parlamentskreises Mittelstand begleiten, auf dem zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien anwesend waren. In der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am Mittwoch wurde unter anderem über die Dachverlängerung des Berliner Hauptbahnhofes debattiert, aber auch die Schäden an der Verkehrsinfrastruktur durch das Hochwasser waren ein wichtiges Thema. Am Ende der Ausschusssitzung berichtete der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Herr Ramsauer, über die aktuellen Investitionen und Instandsetzungsmaßnahmen. Am Mittwochnachmittag fand ein Gespräch mit einer Schulklasse aus dem Wahlkreis statt. Besonders eindrücklich waren auch die Plenardebatten am Donnerstag und Freitag zur Pflegereform, der Ost-West-Angleichung im Rentenrecht und dem Betreuungsgeld sowie einer namentlichen Abstimmung – ein krönender Abschluss der Praktikumswoche, da ich von der Besuchertribüne aus nochmals alle Bundestagsabgeordneten sehen konnte.

Diese Woche in Berlin war gefüllt mit unvergesslichen Erlebnissen und den verschiedensten Eindrücken. Ich danke Herrn Bilger, dass er mir diese Einblicke ermöglicht hat und stets Zeit für mich hatte, trotz seines vollen Terminkalenders. Ebenso möchte ich mich bei Frau Schüler, Frau Schröder und Herrn Eichhorn für die herzliche Aufnahme im Büro bedanken und Ihr Vertrauen beim Übertragen von diversen Aufgaben. Ganz herzlichen Dank für alles.

Mattea Auer; Tamm, den 20. Juli 2013

 

 

Da ich aus einer sehr politischen Familie stamme, in welcher man oftmals Themen aus diversen Politikfeldern diskutiert und natürlich bei vielen Entscheidungen in unserer großen Familie auch demokratisch abstimmt, bin ich schon seit vielen Jahren als Wahlkampfhelferin bei den Kommunalwahlen oder Landtagswahlen eingesetzt worden. Prospekte gestalten und verteilen, Infostände betreuen, Wahlplakate kleben, eben alles, was dazu gehört: Wenn Wahlkampf ist, macht auch die Familie mit. Und eben auch ich.  

Daher entstand der Wunsch, in meinem Orientierungsjahr vor dem Studium die Berliner Bundespolitik kennen zu lernen. Das Praktikum bei dem Bundestagsabgeordneten Steffen Bilger, welches ich vom 15. bis 24. Mai 2013 absolvieren durfte, empfand ich als ein ganz besonderes Erlebnis und als eine persönliche Bereicherung. Für die Möglichkeit, Einblicke in die Arbeitsweise eines Abgeordneten, seiner Partei - der Christlich Demokratischen Union - und zudem auch Einsichten in den politischen Alltag im Bundestag zu erhalten, bin ich überaus dankbar.

Nervös wie ich war, fand ich mich rund 45 Minuten zu früh vor dem Paul-Löbe-Haus ein. Dass meine Nervosität unbegründet war, merkte ich jedoch schnell, als ich von Herrn Bilgers wissenschaftlicher Mitarbeiterin, Ilona Schüler, im Foyer abgeholt wurde. Das gesamte Büro empfing mich gleich sehr herzlich, was mir den Einstieg sehr erleichterte. Sogleich brachte mich der Praktikant Christian Hesse, der bereits drei Monate da war, zur Ausweisstelle. Einmal lächeln für das Ausweisfoto und alle Türen öffneten sich für mich im Bundestagsgebäude. Schon am ersten Tag bot sich mir die Möglichkeit, den ganzen beeindruckenden Reichstagskomplex mit seinen unterirdischen Verbindungen kennenzulernen. Da gerade Sitzungswoche war, wimmelte es nur so von Menschen.

Nach meiner Rückkehr ins Büro erhielt ich zahlreiche Informationen über den Ablauf der aktuellen Sitzungswoche und wurde mit Informationsmaterial eingedeckt. Diese bildeten in der folgenden Zeit eine sichere Informationsquelle. Außerdem wurde ich über die Themen der Plenardebatten informiert, wofür mir dann auch gleich Karten reserviert wurden.

Das Praktikum ermöglichte mir, den Abgeordneten zu verschiedenen Sitzungen, Besprechungen und Veranstaltungen zu begleiten. Im Abgeordnetenbüro erhielt ich Einblicke in das Alltagsgeschäft von Herrn Bilger und das seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierbei wurde es mir sogar ermöglicht, aktiv am Tagesgeschäft teilzunehmen und dadurch die Administrative, die sich aus einem solchen Mandat als Bundestagsabgeordneter ergeben, intensiv kennenzulernen. So habe ich beispielsweise Einblick in die Bearbeitung des täglichen Schriftverkehrs wie z. B. die Vorgehensweise bei Bürgeranfragen über die Sachstandsermittlung bis hin zur Beantwortung der komplexen Anliegen erhalten.

Ich begleitete Steffen Bilger in den Verkehrsausschuss und konnte dort erfahren, wie die Sitzung eines Ausschusses abläuft und in welchem Bereich sich die Aufgaben von Steffen Bilger bewegen. Es war höchst interessant, den Ablauf des Ausschusses zu verfolgen, wenn auch die behandelte Thematik sehr komplex war. Ein Tagesordnungspunkt wurde nach dem anderen abgearbeitet. Da leider im Büro kein Computer frei war, verbrachte ich die restliche Sitzungswoche entweder im Ausschuss, informierte mich in der Presseschau über aktuelle Themen oder hatte die Möglichkeit, im Plenum die Sitzung des Deutschen Bundestages zu verfolgen.

Wer meint, mit dem Aufenthalt im Bundestag sei auch die Arbeit für den Abgeordneten beendet, der irrt gewaltig. So stehen am Abend in Berlin diverse Veranstaltungen im Terminplan. Ich hatte die Gelegenheit, Steffen Bilger zur Veranstaltung der Jungen Union Deutschland am Potsdamer Platz zu begleiten. Gefeiert wurde der 60. Geburtstag des JU-Magazins "Entscheidung". Sowohl Philipp Mißfelder, der Vorsitzende der JU Deutschland, als auch Volker Kauder, der Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion, gratulierten in einer Rede herzlich. Jetzt weiß ich auch, dass Steffen Bilger vor seiner Kandidatur für den Bundestag einige Jahre lang Vorsitzender der JU in Baden-Württemberg war. An zwei Tagen in Folge nahm ich an Sitzungen des deutschen Bundestages im Plenum auf der Zuhörertribüne Platz. Es hielt zunächst der Verteidigungsminister Thomas de Maiziére seine Regierungserklärung zur Neuausrichtung der Bundeswehr. Auch die Regierungserklärung von Bundesumweltminister Peter Altmaier zur nuklearen Entsorgung und die anschließenden Debatten konnte ich hautnah und hoch interessiert verfolgen. Auch bei dem Empfang einer Besuchergruppe, einer Stuttgarter Schulklasse, konnte ich teilnehmen und die anschließende Fragerunde gespannt miterleben, bei der sich nicht nur Steffen Bilger selbst, sondern auch Dr. Annette Schavan Zeit nahm, um Fragen zu beantworten und über ihre Arbeit zu berichten. Diese Gespräche finden während der laufenden Plenardebatten statt, so dass sich mir nun auch erschließt, dass die Abgeordneten, welche sich bei einer bestimmten Thematik nicht im Plenum befinden, zumeist mit Besuchergruppen oder anderen wichtigen Terminen am Rande der Sitzungswoche beschäftigt sind. Ich selbst bekam die Möglichkeit in einem persönlichen Gespräch mit Steffen Bilger meine noch offenen Fragen zu stellen und ihn auch persönlich kennenzulernen.

Nach einem langen Pfingstwochenende hatte ich noch vier Tage im Bundestag, um die genaue Arbeit der wissenschaftlichen Mitarbeiter von Steffen Bilger kennenzulernen und auch einige Aufgaben zu übernehmen. Ich kümmerte mich um die Post und konnte einige Recherchearbeit übernehmen. Beispielsweise bekam ich die Aufgabe, nach einer passenden Lokation für ein Event mit Umweltminister Altmaier im Wahlkreis von Steffen Bilger und/oder Eberhard Gienger zu suchen, welches mit Energie und Umwelt zu tun hat und nicht all zu klein ist. Während des Bundestagswahlkampfes nehmen Bundesminister zahlreiche Termine in den Wahlkreisen der Abgeordneten wahr. Denn ein Abgeordneter hat eben auch die Pflicht, in seinem Wahlkreis, den er im Bundestag vertritt, präsent zu sein, Veranstaltungen zu besuchen und stets Gesprächspartner für Bürger und Kommunen zu sein.Des Weiteren bekam ich noch die Aufgabe, einen Bürgerbrief im Namen von Herrn Bilger zu beantworten, was mir große Freude bereitete.

Abschließend möchte ich mich bei Steffen Bilger und seinen Mitarbeiterinnen Ilona Schüler, Anna Maria Schröder, sowie seinem Mitarbeiter Dr. Joachim Eichhorn, die mir dieses unvergessliche Praktikum ermöglicht und interessant gestaltet haben, sehr bedanken. Es war für mich eine wichtige Erfahrung und eine sehr interessante Zeit, die ich für mich als sehr wichtig empfinde. Um weit tieferen Einblick in die Arbeit eines Abgeordneten im Deutschen Bundestag zu gewinnen, empfehle ich Praktikanten, doch einen längeren Zeitraum zu wählen. Insgesamt waren die 10 Tage für mich doch recht schnell vorbei. Den zukünftigen Praktikanten wünsche ich viel Spaß und Erfolg!

Natalie Herrmann

Drei Monate – eine Menge Zeit, um das politische Berlin kennen zu lernen. Und zwar so, dass es einen nicht mehr los lässt:

Ich studiere die Beamtenlaufbahn in Baden-Württemberg an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg. Im Rahmen meiner Praxisphase wurde mir auch die Möglichkeit gegeben, ein Praktikum bei Steffen Bilger im Deutschen Bundestag zu absolvieren.

Dank meines vorangeschrittenen Studiums konnte ich bereits umfassende Beurteilungen und Stellungnahmen für Verbände ausarbeiten oder die inhaltliche Vorbereitung einer Podiumsdiskussion übernehmen. Insbesondere saubere und sachliche Argumentation, aber auch diplomatisches Geschick gehören zu den Schlüsselqualifikationen, die man hierdurch erlernen kann. Jeder Anfrage ist gesondert Rechnung zu tragen. Komplexe Sachverhalte, wie EU-Finanzhilfen oder staatliche Sozialleistungen, werfen eben unzählige unterschiedliche Fragen auf.

Parallel zur Arbeit in den Büros der Abgeordneten bot die CDU/CSU-Bundestagsfraktion während der ersten Wochen ein Praktikantenprogramm an. Dieses beinhaltete nicht nur zahlreiche Vorträge und Besichtigungstermine, sondern auch persönliche Diskussionsrunden mit Ministern und Abgeordneten. Allmählich wurde man so systematisch an Funktions- und Arbeitsweisen des Parlaments herangeführt. Umso überraschter war ich, als ich vom Nachbetreuungsprogramm erfuhr. Weitere Seminare und Studienreisen in Deutschland und dem Ausland, von Moskau bis Wildbad Kreuth, werden mich auch in Zukunft mit der parlamentarischen Arbeit verbinden.

Ich denke, dass die Arbeit im Büro von Steffen Bilger mich vor allem charakterlich gefestigt hat. Darüber hinaus bin ich nun um einige unvergessliche Erfahrungen reicher, die mir im späteren Berufsleben sicherlich nicht nachteilig ausgelegt werden. Herzlichen Dank an das beste Team der Welt. Der Wahlkampf kann kommen!

So muss ich sagen: „Drei Monate – eine Menge Zeit. Aber eben doch viel zu kurz!“

Christian Hesse, Berlin den 17.05.2013

Bundestagsabgeordneter Steffen Bilger und die Praktikantin Bettina Jin.

 Für das Schuljahr 2012/13 werde ich mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP)-Stipendium für ein Jahr in die USA gehen. Das PPP ist ein politisches Stipendium, welches jährlich vom Deutschen Bundestag vergeben wird und ein Auslandsjahr in den Vereinigten Staaten ermöglicht. Steffen Bilger, CDU-Abgeordneter meines Wahlkreises Ludwigsburg, übernimmt im Zuge des Stipendiums die Rolle meines politischen "Patens".

Im Mai lud Herr Bilger mich zu einem Praktikum vom 21. bis 25. Mai 2012 in sein Bundestagsbüro in Berlin ein - eine einmalige Gelegenheit Politik live und hautnah zu erleben sowie sein politisches Interesse noch weiter zu vertiefen. So saß ich alsbald gespannt und voller Vorfreude im ICE auf dem Weg nach Berlin. Kaum angekommen, musste ich mir nach einer herzlichen Begrüßung auch schon einen Hausausweis ausstellen lassen. Mit diesem Ausweis war ich dann befugt, mich in alle Gebäude des Deutschen Bundestags unter Vorlage frei zu bewegen. Also: Einmal lächeln bitte!

Nach meiner Rückkehr ins Büro erhielt ich Infos über den Ablauf der aktuellen Sitzungswoche und wurde mit reichlich Informationsmaterial eingedeckt, die im Laufe der Woche eine super Nachschlagequelle bildeten. Außerdem wurde ich über die Themen der dieswöchigen Plenardebatten informiert, wofür ich mir dann auch gleich Karten reservieren konnte.

Anschließend durfte ich Herrn Bilger auf eine Sitzung der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" begleiten. Die Kommission besteht zu einer Hälfte aus Abgeordneten und zur anderen Hälfte aus Wissenschaftlern, Professoren und Doktoren. So bot sich ein recht umfassendes Meinungsbild mit unterschiedlichen Sichtweisen, was es für mich als Zuhörer besonders interessant machte. Im Laufe des Praktikums durfte ich Herrn Bilger noch bei zwei weiteren Sitzungen begleiten: einmal bei der Sitzung im Verkehrsausschuss sowie beim Beirat für nachhaltige Entwicklung. Besonders interessant war die Sitzung im Verkehrsausschuss, in dem es unter anderem um die Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg ging. Schön fand ich, dass binnen kurzer Zeit viel Konstruktives daraus hervorkam - ein Umstand, den ich zwei Wochen später als Teilnehmer beim Planspiel "Jugend und Parlament" sehr zu schätzen lernen würde.

Ein Höhepunkt des Praktikums waren gewiss die Plenardebatten mit der Vereidigung von Herrn Peter Altmaier zum neuen Umweltminister sowie einer namentlichen Abstimmung. Es schien, als würde der ganze Saal unter der Besuchertribüne vor lauter Geschäftigkeit brummen! Auch die mehr oder auch weniger hitzig geführten Reden im Anschluss waren sehr interessant, besondere Ehre gebührt dabei den Stenografen, die jedes einzelne Wort, jeden einzelnen Zwischenruf, ja sogar die Stimmung im Saal genau dokumentieren müssen.

Neben den Einblicken in die Büroarbeit, zu dem unter anderem das Bearbeiten von Bürgerbriefen zählt, konnte ich auch an diversen abendlichen Veranstaltungen teilnehmen. Zum Beispiel besuchte ich eine Ausstellungseröffnung "Tag um Tag guter Tag" von Peter Dreher in der Landesvertretung Baden-Württemberg (durch das schwäbische Büffet fühlte man sich direkt heimisch). Bewundernswert ist, dass sich Herr Bilger trotz des straff gespannten Terminkalenders stets die Zeit genommen hat, mit mir zu plaudern und mich überall mit hin genommen hat.

Wie anstrengend die Arbeit als Bundestagsabgeordneter ist, sollte ich zwei Wochen später bei dem Planspiel "Jugend und Parlament", zu dem mich Herr Bilger ebenfalls eingeladen hatte, am eigenen Leib erfahren. "Jugend und Parlament" ist ein vom Bundestag ausgerichtetes Planspiel, welches den Ablauf von einer Sitzungswoche in der Rolle eines Abgeordneten simuliert. Um das Ganze möglichst realistisch zu gestalten, bekommt man eine fiktive Biographie und eine fiktive Partei zugeteilt, und denkt sich zusätzlich noch einen Fantasienamen aus. Zusammen mit 312 Jugendlichen aus ganz Deutschland ging es ein zweites Mal nach Berlin, um als Franziska Sommerhain vom 9. bis 12. Juni 2012 mitzumischen. Insgesamt gab es, angelehnt an den realen Bundestag, fünf Parteien, wie z. B. die CVP (Christliche Volkspartei) für die CDU. Ich war in der ÖSP, der ökologisch-sozialen Partei, also den Grünen. Meine fiktive Rolle war eine junge, dynamische Frau von 31 Jahren aus Niedersachsen, der besonders der Umgang mit Jugendlichen am Herzen lag. Mein Ausschuss war der für Gleichberechtigung. Als Abgeordnete hatten wir nun die Aufgabe, vier vorgegebene Gesetzentwürfe in Ausschüssen auszuformulieren, dabei mussten wir aber möglichst die Standpunkte unsere Partei durchsetzen. Später würde dann im Plenum abgestimmt werden. Zur Auswahl standen die Themen PKW-Maut, diskriminierungsfreie Bewerbung, Datenschutz und Pflegefreistellung - also jede Menge Diskussions- und Konfliktpotenzial. Nach den Wahlen der Fraktionsführer und der Schriftführer (wir hatten parteiengerecht eine Doppelspitze) in dem Fraktionsraum der Grünen, ging es am nächsten Tag auch schon los mit der Arbeit in den Ausschüssen. Da ich in dem Ausschuss Gleichberechtigung war, bearbeiteten wir den Gesetzentwurf "diskriminierungsfreie Bewerbung". So sollten z. B. Daten wie Alter und Geschlecht nicht genannt werden, sondern nur auf die Qualifikationen geachtet werden. Unser Ziel war es, den Gesetzentwurf auf jeden Fall durchzubringen sowie noch weitere Sachen anzuhängen; eine Meinung, die die Regierungsparteien gar nicht teilten. Wir als die kleinste Partei und Opposition konnten dem nicht dagegenhalten; schlussendlich wurde unser Antrag und der Gesetzentwurf abgelehnt. Eine ziemlich frustrierende Erfahrung, zu mal man viel Arbeit hineininvestiert hatte. Aber auch das gehört zur Politik einfach dazu.

Des weiteren lernten wir auch die anderen Schattenseiten eines Abgeordnetenlebens kennen: Schlafmangel, Zeitdruck sowie endlos erscheinende Fraktionssitzungen. Auch lernten wir anhand der Spielpresse, die uns ständig begleitete, dass die Presse ein zweischneidiges Schwert ist, mit dem man vorsichtig umzugehen hat.

Aber Jugend und Parlament war auch Public Viewing im Fraktionssaal der CDU, nachts im Bundestag herumwandern, die Ehre im Plenarsaal zu sitzen, Berlin erkunden, "grüne" Angewohnheiten (Gendering, Frauenquote usw.), neue Leute treffen und vieles mehr. Selbst die Sitzungen wurden mit der Zeit zügiger, man erzielte kleine Erfolge und lernte die Vorzüge einer kleineren Partei kennen. Zwar hatten wir nicht so eine große Stimmkraft, waren dafür aber überschaubarer, sodass man häufiger zu Wort kam.

Höhepunkt der Veranstaltung waren die Plenardebatten am letzten Tag mit finalen Abstimmung und anschließend einer Diskussionsrunde mit Vertretern der realen Parteien. Früher als gewöhnlich standen wir schon vor dem Plenarsaal, die Redner aufgeregter denn je. Schließlich wurden wir endlich in den Saal eingelassen und nahmen unsere Plätze ein. Nach dem Gong standen alle auf und wir wussten: Der Moment, auf den wir hingearbeitet hatten, ist gekommen. Dann ging alles recht zügig: ein Redner löste den anderen ab, in manchen meinte man schon den zukünftigen Politiker zu sehen, man klatsche oder buhte je nach Partei und stimmte zuletzt ab. Kurzum, wir genossen es, obwohl wir alle vier Abstimmungen verloren. Eine ganz besondere Erfahrung war dabei die eindrucksvolle Rede einer taubstummen Teilnehmerin in Gebärdensprache, die für uns dann von einer Übersetzerin übersetzt wurde. Anschließend gab es noch eine Diskussionsrunde, in der nicht mit Fragen gegeizt wurde, mit den Vertretern der realen Parteien, unter anderem Gregor Gysi oder Frank-Walter Steinmeier. Moderiert wurde die Runde von Ulrich Deppendorf. Nach einer abschließenden, einprägsamen Rede von Bundestagspräsident Norbert Lammert und einer kleinen Feedbackrunde kehrten wir wieder in unseren Alltag zurück. So traten wir am 12. Juni, voll mit neuen Eindrücken und Erfahrungen, und trotz der anstrengenden Tage, mit einem Strahlen im Gesicht die Heimreise an.

Für diese zwei unvergesslichen Erfahrungen, dem Praktikum und dem Planspiel, möchte ich Herrn Bilger ganz herzlich danken. Dank gebührt auch dem wunderbaren Büro-Team, welches mich während meines Praktikums super betreut hat. Vielen Dank für diese tolle und freundliche Atmosphäre! Zusätzlich möchte ich mich auch bei Frau Schüler für die schöne und informative Führung bedanken.

Vielen Dank für alles!

Bettina Jin; Berlin, den 31. Juli 2012

Steffen Bilger MdB mit Praktikant Ruben von Ristok

Als ich am 28. März 2011 mein Praktikum im Abgeordnetenbüro von Steffen Bilger in Berlin antrat, hatte ich – obwohl mir bewusst war, dass es ein Montag war – die Stimmung eines schwarzen Freitags erwartet. Am Vortag hatte die Landtagswahl in Baden-Württemberg ergeben, dass die Union nach fast sechs Jahrzehnten Regierungsführung im Land in die Opposition weichen musste. Meine Erwartungen stellten sich aber als unzutreffend heraus. Zwar war die Enttäuschung über das Wahlergebnis in BW groß, aber statt Niedergeschlagenheit und Resignation erwartete mich eine kämpferische und aufarbeitende Stimmung.Ich wurde überaus freundlich in das Büro-Team aufgenommen und in die Arbeit eingewiesen. Auch für meine Fragen fand ich immer ein offenes Ohr. Insbesondere die Art und Weise, wie sich Herrn Bilger, trotz seines gewaltigen Termindrucks, um mich kümmerte haben mich sehr beeindruckt.

Meine Erwartungen, welche ich an das Praktikum hatte wurden übertroffen und ich erlebte eine sehr interessante und lehrreiche Zeit. Für mein Studium in Politikwissenschaft und Geschichte mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen war das Praktikum sehr hilfreich. Ein Eindruck vom realen Ablauf der deutschen Politik ist eindrücklicher als die Lektüre vieler Lehrbücher. Ich bin im Wahlkreis von Herrn Bilger 13 Jahre zur Schule gegangen und so war es für mich besonderes interessant ein Praktikum in seinem Büro zu absolvieren.

Die Arbeit war insgesamt sehr interessant und ich war mit Freude bei der Sache. Ich habe Herrn Bilger zur fraktionsinternen AG Verkehr, zum Verkehrsausschuss, zum Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung (PBNE)  und zur Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ begleitet. Diese Sitzungen waren für mich als Politikwissenschaftsstudent äußerst einträglich. Im Verkehrsausschuss bestimmten Themen, wie Stuttgart 21, die LKW-Maut auf Bundesstraßen und der Ausbau der Verkehrssicherheit die Sitzungen. Der PBNE  befasste sich v. a. mit den nachhaltigkeitsbetreffenden Reformvorhaben der UN-Konferenz in Rio de Janeiro 2012. In der Enquete Kommission wurde darüber diskutiert, wie man die Lebensqualität in Deutschland erhalten könne. Dazu auch wurden verschiedene Wissenschaftler und Experten gehört. Auch hierbei spielte selbstverständlich Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle.

Im Büro stand ich Herrn Bilger durch diverse Recherchen und Unterstützung bei Bürgerbriefen zur Seite. Außerdem habe ich ihn beim Empfang von Besuchern, einer Schulkasse aus Vaihingen, und zu verschiedenen Veranstaltungen begleitet.

Die Abendveranstaltungen waren für mich auch besonders eindrücklich. Hierbei besuchte ich das Form für Zukunftsenergien, eine Gesprächsrunde zur Elektromobilität in der Landesvertretung BW, einen Vortrag des ADAC zu Passagierrechten, eine Vorstellung des deutschen Reformprogramms zur Europa 2020-Strategie der EU. Außerdem war ich zu Gast auf einer Podiumsdiskussion der Deutschen Gesellschaft für Außenpolitik zu den Konsequenzen für Deutschland aus dem Fall Libyen, bei einer Diskussionsrunde zur neuen ungarischen Verfassung in der ungarischen Botschaft, bei einem Vortrag des NATO-Botschafters der Russischen Föderation, D. Rogosin zum europäischen Raketenabwehrsystem und bei einem Roundtable zur umstrittenen Präsidentschaftswahl in Kasachstan.

Herr Bilger ist auch Mitglied der Parlamentariergruppen des Bundestages für Russland und Zentralasien, weshalb auch letztere beiden Veranstaltungen von großem Interesse waren. Im Rahmen dieser Veranstaltungen habe ich viele wichtige und interessante Eindrücke sammeln können.

Die Katastrophe von Fukushima, die Atomausstiegsdebatte, die Unruhen in der arabischen Welt und die Unstimmigkeiten um die Eurorettungsmaßnahmen begleiteten meine Arbeitszeit in Berlin. Auch die Besuche des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu, der niederländischen Königin Beatrix und die NATO-Außenministerkonferenz in Berlin, fielen in meinen Praktikumszeitraum.

Das politische Berlin ist eine beeindruckende Welt, voll geordneter Hektik. Ich habe mich sehr schnell an den Alltag im politischen Berlin gewöhnt und werde mit Sicherheit immer positiv auf diese erfahrungsreiche Zeit zurückblicken.

Ich bin Herrn Bilger sehr dankbar, dass er mir ermöglicht hat diese Erfahrungen zu machen. Weiterhin danke ich ihm und dem gesamten Büro-Team dafür, wie ich hier aufgenommen und betreut wurde. Bedanken möchte ich mich außerdem bei Frau Heike Hermann, die mich bei der Vorbereitung unterstützt hat.

Ruben von Ristok, Berlin, den 29. April 2011

Steffen Bilger MdB mit Praktikant Jan Alexander Nehring

Mein Interesse für Politik sowie mein Jurastudium ab Oktober 2010 brachten mich auf die Idee, ein Praktikum bei einem Abgeordneten der Unionsfraktion im Bundestag zu absolvieren. Steffen Bilger MdB aus meinem Wahlkreis Ludwigsburg gab mir die Möglichkeit dazu. In dem zweiwöchigen Praktikum vom 13. bis 24. September 2010 konnte ich mir ein Bild von der parlamentarischen Arbeit in Berlin, den Abläufen einer Sitzungswoche und von verschiedenen politischen Themen – wie zum Beispiel der Gesundheits- und Bundeswehrreform oder auch Stuttgart 21, die in Plenar-, Fraktionssitzungen und Ausschüssen diskutiert wurden – machen. Meine erste Praktikumswoche war zeitgleich die erste Sitzungswoche des Bundestags nach der Sommerpause. Deswegen gab es viele wichtige Themen zu besprechen und zu diskutieren.

Am Montag musste ich mir einen Hausausweis ausstellen lassen, um alle Gebäude des Deutschen Bundestages betreten zu können. Dann wurden mir die Abläufe im Abgeordnetenbüro nahe gebracht sowie eine Terminübersicht und Informationsmaterial für die nächsten 2 Wochen ausgehändigt. Ich hatte die Möglichkeit mit Herrn Bilger an einer CDU/CSU-Fraktionssitzung, der „Arbeitsgruppe Verkehr“ sowie einer Verkehrs-Ausschusssitzung teilzunehmen. Im Laufe der Woche nahm ich auch an diversen Abendveranstaltungen teil. So fand beispielsweise eine Diskussion zum Thema „Jugend im Netz“ im Hotel Adlon statt. Diese wurde von der Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder eröffnet. Die Podiumsdiskussion war sehr interessant, genau wie das Buffet, das darauf folgte.

In den folgenden Tagen konnte ich die Präsentation mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema „Entwicklungshilfe in Afrika“ von Hartwig Fischer MdB anhören. Dieser erzählte über seine Afrika-Reisen, den Besuchen in Flüchtlingslagern und den Verbesserungen die in den letzen Jahren für viele Menschen geschaffen wurden. Natürlich verbrachte ich auch einige Zeit auf der Besuchertribüne des Plenarsaals, da vom 13. bis 17. September der Haushalt für 2011 besprochen wurde und somit größtenteils alle Abgeordneten anwesend waren. Die Haushaltsdebatte war spannend und hatte auch viele Wortgefechte der Abgeordneten zur Folge. Beeindruckt hat mich vor allem der Redebeitrag von Verteidigungsminister zu Guttenberg über den Wehretat und die geplante Bundeswehrreform.

Als meine zweite Praktikumswoche begann, erhielt ich die Aufgabe Länderprofile für eine geplante Afrika-Reise einer Delegation des Bundestages zu erstellen. Wissenschaftliche Recherche dieser Art ist meiner Meinung nach eine der spannendsten Aufgaben. Am nächsten Tag hatte ich die Chance an einer Präsentation des Statistischen Bundesamts in den Fraktionsräumen der CDU/CSU im Bundestag teilnehmen. Letztendlich muss ich sagen, dass leider kaum jemand Informationen von dort bezieht, obwohl diese Quelle gerade für Hausarbeiten und auch Referate in der Schule nur empfehlenswert ist. Informationen vom Statistischen Bundesamts sind auch für jeden zugänglich.

Abschießend möchte ich hervorheben, dass ich von der sehr hohen Arbeitsintensität der verschiedenen politischen Institutionen und Abgeordneten und deren Mitarbeitern überrascht und auch beeindruckt war. Interessant für mich war wie extrem schnell und informativ die Beantwortung von Bürgeranfragen durch den Mitarbeiterstab von Herrn Bilger erfolgte.

Es wurde für mich deutlich, wie intensiv die verschiedensten aktuellen Probleme selbst unter großem Zeitdruck gelöst werden. Bemerkenswert fand ich auch die freundliche und sehr angenehme, hochkompetente Arbeitsatmosphäre. Ich möchte mich ausdrücklich für die Ermöglichung des Praktikums bedanken. Für mich persönlich war diese Erfahrung sehr wertvoll. Das Praktikum hat mir einen ganz anderen Blickwinkel und eine direkte Einsicht in den „Parlamentarismus“ und die Umsetzung des Wählermandats in einer demokratischen Gesellschaft gegeben.

Vielen Dank dafür!

Jan Alexander Nehring; Berlin, den 22. September 2010

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Uhlandstraße 21
71638 Ludwigsburg

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Telefax 030 22776353
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